Das Mädchen, das mich am Maschendrahtzaun küssen wollte.

Vor 6 Jahren.

Sie war meine Oneitis.

Blond. Blauäugig.
Voll positiver Ausstrahlung.
Ein unglaublicher Vibe,
Gemeinsamkeiten.

Oh mein Gott.
Sie stand sogar auf mich!

Ja. Sie stand auf mich!

Hallo?
Meine Oneitis stand auf mich!

Eines Abends ein Dorffest.

Wir befinden uns auf einem Spielplatz.
Mit ein paar andern Leuten.

Irgendwann ein Maschendrahtzaun.


© Kurt Michel/ pixelio.de

Ich halte mich an ihm fest.

Das Gesicht zum Maschendrahtzaun hingewandt.

Dann ein Moment.

Sie stellt sich zwischen mich und den Maschendrahtzaun.
Mit ihrem Gesicht zu mir gewandt,
schaut sie mir in die Augen.

Gedanken.

Mein erster Gedanke „ich glaube ich könnte sie jetzt küssen“
Mein zweiter Gedanke „ich glaube ich könnte sie jetzt küssen“
Mein dritter Gedanke „ich kann das nicht“
Mein vierter Gedanke „ich kann ja überhaupt nicht küssen“
Mein fünfter Gedanke „es ist zu spät“

Es war ein jämmerliches Gefühl.

Und ja. Es war zu spät.

Nie wieder bekam ich eine Chance diese Frau zu küssen.

– liefner

(P.S.: Heute erscheint es mir fast schon als surreal, dass ich mich damals nicht „getraut“ hatte sie zu küssen.)

3 Gedanken zu “Das Mädchen, das mich am Maschendrahtzaun küssen wollte.

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