I hate logistics!

Der Abend verläuft mäßig.
Ich habe zwar viele nette Konversationen,
aber alles versinkt im Fluss der Nacht.

Irgendwann entscheide ich mich mein Vorgehen zu verschärfen.
Ich habe mehr und mehr das Gefühl, dass im Club das einzig richtige Vorgehen ist, hart zu eskalieren.
Vielleicht ist es aber auch bloß eine dieser Phasen.

Ich wechsele den Club.
Öffne 2-3 Frauen hart. Und werde geburned.

Ich opene dann eine 7 mit einer Curiousity-Line.
„“Denk daran was du mir vorhin versprochen hast!”

Sie ist sichtlich irritiert, aber wirkt interessiert.
Sie sagt sie kennt mich nicht und sie hätte mir auch nichts verprochen.
Ich sage „Fick dich. Fick dich einfach. Ich hasse dich.“ (bitte nicht nachmachen!)
Sie ist sichtlich geschockt.
1-2 Sekunden später sage ich „Ach Spaß .. ich mag dich. Lass uns tanzen gehen.“
Ich nehme ihre Hand und gehe Richtung Dancefloor.

2 Minuten später ein Makeout.

Wir bouncen durch die Location.

SIE ist diejenige, die versucht Comfort aufzubauen.
Sie fragt mich, wo ich herkomme, was ich so mache etc.

Wir gehen raus. Sie will rauchen.
Ich checke die Logistik.
Sie wohnt ganz woanders und ist nur bei Freundinnen zu Besuch.

Das ist ein Problem.

Ich sage ihr ganz offen, dass ich sie mit zu mir nach Hause nehmen möchte.
Sie fragt wie lange wir fahren müssten.
Doch irgendwie schaffe ich es nicht.
Sie sagt immer wieder sie könne ihre Freundinnen nicht allein lassen,
schließlich ist sie extra wegen ihnen hier.
Außerdem habe sie einen Freund und ihre Freundinnen dürften das alles mit uns beiden nicht erfahren.

Die ungünstige Logistik ist mächtiger als ich es bin.
Ich habe noch nicht genügend Referenzerfahrungen für eine solche Situation gesammelt.
Ich merke wie ich meinen Handlungsfluss verliere, nicht mehr weiß, wie ich vorgehen soll.

Zu viele Möglichkeiten.
Gleichzeitig weiß ich nicht wohin.
Da ich ungeübt bin, blockiert mein Kopf.
Aus den vielen Möglichkeiten nehme ich keine mehr wahr.


© Anja Semling/ pixelio.de

Wäre die Logistik günstig, würde ich sie mit zu mir nehmen.
Das wäre ein einfaches.
Hier aber ist es schwieriger.

Sie sagt, dass es ihr leid tut.
Sie hätte auch Lust.
Ihre Freundinnen kommen dazu.
Nichts passiert.
Ich verliere sie.

Was hätte ich tun können?
Zum einen HÄTTE ich mit ihr irgendwo um die Ecke gehen können.
In den lokalen Park oder sonstwohin.
Ich HÄTTE ihre Freundinnen damit konfrontieren können („hey. ich werde mir jetzt eure Freundin für 2-3 stunden ausleihen, ok?“)
Ich HÄTTE einfach weiter im Set bleiben können, in der Hoffnung, dass ich vielleicht mit zu den Freundinnen HÄTTE gehen können.
HÄTTE HÄTTE HÄTTE.

Es gibt viele Dinge, die ich HÄTTE ausprobieren können.
Aber ich habs halt nicht.
Auch ich lerne noch dazu.

Das Wörtchen hätte zieht während unserer Entwicklung immer mit uns mit.
Anfangs war es ein „HÄTTE ich mal approached“.
Dann war es ein „HÄTTE ich sie mal versucht zu küssen“.
Heute ist es ein „HÄTTE ich mal mehr aus der Logistik gemacht“.

Da ich erst seit einigen Monaten auf SNLs gehe, ist mein Wissensschatz und mein Erfahrungsspektrum noch nicht so groß.

Aber das wird.

In time we trust!

– liefner

4 Gedanken zu “I hate logistics!

  1. danke euch😉 können wir gerne mal machen.

    das Beispiel aus dem Beitrag ist ein Highlight.
    es ist mir wichtig das nochmal zu erwähnen.
    Nicht jeder abend verläuft so, nicht jeder Abend hat Highlights.
    Viele Abende haben nur Lowlights.
    Der Punkt ist:
    mit der Zeit mehren sich meine Highlights,
    mehr und mehr Abende haben eine Story zu bieten, so wie diese.
    sogar noch bessere😉

Schreibe einen Kommentar

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s