Discoabend – Alleine

Aus diversen Gründe kam es in den letzten Monaten häufiger vor, dass ich mich alleine zum „Clubgame“ aufmachen musste. Die ersten Male fühlte ich mich beim bloßen Gedanken bereits unwohl.

„Alleine in die Disco?“ – „Da steh ich sicher verloren am Rand der Tanzfläche rum, klammer mich an mein Getränk und geh nach zwei Stunden wieder.“
Und ja, genau so sollte es auch kommen.

Wenn ich aber eins auf meinem Weg bis hierhin gelernt habe, dann, dass Aufgeben keine Option ist.

Also machte ich mich auch das nächste Wochenende wieder auf, und das Wochenende danach und das Wochenende danach.

Das leichte Unwohlgefühl vorher ist geblieben. Die Entschlossenheit aber ist derart gestiegen, dass sie sich meine Ergebnisse praktisch nicht mehr von einem Clubabend gemeinsam mit Freunden unterscheiden.

Im Gegenteil. Ich habe alles selber in der Hand und bin vollkommen fokussiert.

Auf einige Besonderheiten an einem Discoabend ganz allein will ich jetzt näher eingehen:

Ich geh erst spät in die Disco. Meistens nicht vor halb zwölf oder zwölf. Die Disco ist bereits gut gefüllt und es fällt weniger auf, dass man alleine unterwegs ist. Darüber hinaus sind natürlich auch mehr Sets da. Man kann schneller hin- und herspringen, dadurch besteht weniger die Gefahr, dass man doof rumsteht.
Anfangs suche ich meistens eine der Theken auf. Ein Opener, den ich gerne verwende, wenn man lange auf sein Getränk warten muss, ist folgender:

„Hey, wir machen ein Deal! Wer zuerst drankommt bestellt für den anderen mit!“

Dieser Opener ist relativ sozial gehalten und man kann danach einfach in Small-Talk wechseln.

Alternativ eignen sich andere diverse „low-risk Approaches“ als Warm-up, auf die ich jetzt nicht im Einzelnen eingehen werde (aber vielleicht in einem anderen Beitrag). Diesen Approaches messe ich eine größere Bedeutung zu, als wenn man mit mehreren Leuten unterwegs ist. Man kommt leichter in den richtigen Redefluss.

In nahezu jedem Set werde ich gefragt mit wem ich da bin. Hier gibt es sicherlich unterschiedliche Varianten. Ich persönlich sage, dass ich mit einem Kollegen/Kumpel da bin, diesen aber gerade irgendwie nicht finden kann.

Es wirkt einfach natürlich und alleine in die Disco zu gehen ist eher außergewöhnlich. Sicherlich mag es auch Mädchen geben, die von der Tatsache beeindruckt sind, dass man unabhängig genug ist so was auch alleine zu machen. Da ich allerdings keinen Bedarf sehe mich dadurch von der Masse abzusetzen, verzichte ich darauf.

Kurze Pausen, in den man alleine rumsteht, sind nur schwer zu vermeiden. Elementar ist hierbei, dass man nicht nervös wird und nicht denkt

„Oh nein, alle Leute sehen wie ich alleine hier rumstehe und kein Spaß habe. Was für ein Verlierer.“

sondern


© Gerd Altmann/Shapes:AllSilhouettes.com/ pixelio.de

„Ja, ich bin heute Abend alleine unterwegs! Anstatt alleine zuhause rum zu gammeln, hab ich einfach Spaß – Genieße die Musik, mein Bier und die Atmosphäre nach einer anstrengenden Woche.“

Sobald ihr diese Denkweise wirklich verinnerlicht habt, verschwindet das Unwohlsein und Entspanntheit tritt ein.

– Steady

2 Gedanken zu “Discoabend – Alleine

  1. Super, war auch schon mehrmals alleine in der Disco, ich gehe aber meistens eher so früh wie möglich weil man sich dann noch in Ruhe unterhalten kann und so kontakte kennenlernen kann wo man dann später wieder hingehen kann im verlaufe des Abends. Desweiteren habe ich auch nie was grosses daraus gemacht das ich alleine unterwegs war, ich habe immer gesagt wenn jemand gefragt hast bist du alleine da? Ja, wer nämlich nicht alleine Spass haben kann, kann es auch nicht mit seinen Freunden.
    Die meisten haben dann nicht mehr nachgefragt und fanden es auch super und mutig.

  2. Lustig, dass ich diesen Artikel gestern Nacht gelesen habe, nachdem ich alleine in der Disco war (auch erst das 2te Mal in meinem Leben). Das mit dem Unwohlsein am Anfang kann ich nur zu gut nachvollziehen, aber wenn man erstmal da ist, merkt man, dass es gar nicht so übel ist.

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