Alkohol – ein paar Beobachtungen

„3. Alkohol

Wer nur unter Alkoholeinfluss approached, wird sich nie und nimmer „echte“ Eier erarbeiten können.
Wenn ihr Alkohol trinkt, dann seid ihr nicht mehr ihr selbst! Zu großen Teilen schimmert da eine andere Persönlichkeit hervor.
Ihr müsst aber an euer „wahren“ Person arbeiten.
Das geht eben nur, wenn man durch Emotionen, wie Angst, Unsicherheit etc. in einem
bewussten nüchternen Zustand geht.

Oder trinkt ihr etwa Alkohol, wenn ihr für eine Klausur lernt?
Meine Regel: Erst dann wieder trinken, wenn man gelernt hat auch ohne Alkohol zu approachen etc.“

(liefner. Die 10 häufigsten PU-Dummheiten. Juli 2012. Pick Up Forum)

Wichtiges Thema.

Soll man trinken? Soll man nicht trinken?
Darf man trinken, wenn man sich wirklich entwickeln will?
Spielt es überhaupt eine Rolle, ob man trinkt oder nicht trinkt?

Ich denke das obige Zitat fasst meine Meinung zum Thema recht gut zusammen.
Aber ich will noch ein paar Punkte ergänzen.

Irgendwann gamed man ohne Alkohol besser als mit Alkohol.

Warum?
Alkohol vernebelt die Sinne und unsere kognitiven Fähigkeiten.
Ein Anfänger mag froh darüber sein.
Er nimmt unter anderem seine Ängste nicht mehr so stark wahr wie ohne Alkohol, dafür nimmt er aber in Kauf , dass er viel Müll labern wird, Situationen nicht durchschaut oder wichtige Aspekte der Interaktion einfach nicht rafft oder erst gar nicht bemerkt.
Besonders die Logistik zu handlen kann unter Alkoholeinfluss, wenn sie sich als kompliziert gestaltet, schwierig sein.

Ich kann außerdem meine Emotionen ohne Alkohol besser kontrollieren als mit Alkohol.
Abfuhren treffen mich emotional deutlich weniger, als wenn ich alkoholisiert bin (das mag vielleicht etwas paradox klingen, aber es ist so).

[Dies ist übrigens in wissenschaftlichen Studien nachgewiesen worden.
In einer aktuellen Ausgaben von Gehirn & Geist (10/2012) wird unter anderem der Zusammenhang zwischen Neidreaktion und dem Blutalkohol in Promille beschrieben.
Das interessante Ergebnis:
Je mehr Alkohol im Blut, desto stärker die Neidreaktion einer Person.]

Ohne Alkohol fühle ich mich so, als wenn ich alles unter Kontrolle hätte, Alkohol hingegen betäubt mich innerlich. Ich komme mir vor,
als wenn irgendetwas Fremdes sich in meinem Kopf befindet.

Ohne Alkohol behalte ich immer den Überblick, ich weiß was wann zu tun ist und was ich wie wann sagen soll.
Mit Alkohol geht mir diese Fähigkeit etwas abhanden.


Aber das war halt nicht immer so.

Gerade zu Beginn waren ein paar Bier schon eine gute Hilfe.
Deswegen würde ich Alkohol einem Anfänger auch nicht verbieten wollen.
Anfangs ist man vor allem im Club doch sehr gelähmt durch seine Ängste und unser kleiner Helfer namens Alkohol kann uns da behilflich sein und uns das Approachen erleichtern.
Ein paar Erfolge im alkoholisierten Zustand können dann Auftrieb verleihen, und eine Aufwärtsspirale auslösen.

Irgendwann aber kommt dann der Punkt, an dem man sich darin trainieren sollte auch ohne Alkohol klar zu kommen.
Auch ohne Vodka und Bier kann man „State“ erreichen.
Ich kenne ein paar PUAs, die wirklich Ewigkeiten gebraucht haben um sich vom Alk loszulösen.
Und ich glaube, dass, wenn man nicht aufhört zu trinken, man stagniert.
Wie schon im Zitat zu lesen … wie lernen ja auch nicht betrunken für Klausuren oder?

Geht es Anfangs eher darum einfach mal den einen oder anderen Approach zu wagen, wollen wir uns später auf emotionale Arbeit und technische
Feinheiten konzentrieren.

Aber wie soll man lernen richtig mit seinen Emotionen umzugehen, wenn man sie betäubt?

Eine kleine Analyse:

1:
Trinken wir Alkohol, so handeln wir unterhalb unseres eigentlichen Denkens und Fühlens (B).
So gesehen handeln wir unbewusst.
Unser eigentliches Denken und Fühlen wird betäubt,
wir schleichen uns an ihnen vorbei (C).

3:
Trinken wir nicht, so handeln wir bewusst.
Das bedeutet, dass wir uns mental über unser eigentliches Denken und Fühlen setzen müssen (A).
Wir betäuben unser Denken und Fühlen nicht, sondern erheben uns bewusst und in voller Gegenwärtigkeit über dieses!

2:
Entsprechend ist der Lerneffekt im alkoholisierten Zustand deutlich schlechter (B->A).
Nur an einigen Stellen können sich neue Denk, -Fühl -und Handelsmuster herausbilden.
Ansonsten übernimmt das vorübergehend betäubte ursprüngliche Denken und Handeln wieder die Oberhand.

4:
Anders sieht die Sache aus, wenn man nicht alkoholisiert ist und sich „bewusst“ über das aktuelle Fühlen und Denken stellt und entsprechend handelt.
Dann nämlich erhebt sich unser ganzen Denken und Fühlen um eine Stufe!! So sammeln wir deutlich mehr Referenzerfahrungen über den gleichen Zeitraum.

Wie denken eigentlich Frauen?

Es ist unnormal in der Disco nichts zu trinken.
Das ist erst einmal die Realität.

Bedeutet:
Wenn ihr nichts trinkt, werden viele Frauen:
1. denken, dass ihr trotzdem betrunken seid
und 2. solltet ihr euch gar nicht erst erhoffen, dass ihr irgendwie einen Valuegewinn oder ein Attractionplus bei der Frau erhaltet, aus dem Grunde, dass ihr nicht trinkt.

Ganz im Gegenteil.
Nach einer längeren Phase, wo ich Frauen gegenüber immer behauptet habe, dass ich nichts trinke, behaupte ich heutzutage gerne, dass ich betrunken bin.
Warum?

Weil:
1. es normal ist
2. ich mehr riskieren kann. Falls ich irgendwie verkacke, behaupte ich, dass ich ja „total betrunken bin“.

Es macht im Grunde genommen keinen Sinn der Frau gegenüber zu sagen, dass man nichts trinkt.

Und. Achtung Achtung:
Vor allem sollte man auch nicht anfangen zu missionieren und es als „cool“ darstellen.

Es interessiert Frauen einfach nichtPUNKT


© Gerd Altmann/ pixelio.de

Was spricht noch gegen Alkohol?

erstens: ihr spart eine Menge Kohle
und zweitens: der scheiß macht euer Hirn und euren Körper kaputt

Hört auf zu trinken!

– liefner

Dieser Beitrag wurde unter Allgemein veröffentlicht. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.

4 Gedanken zu “Alkohol – ein paar Beobachtungen

  1. Sehr schöner Beitrag.

    Hier fallen mir noch einige Fragen ein (einiges kann man sich sicher alleine ausmalen, mich interessiert aber Eure Meinung)

    Alkohol vs. „die Frau“ –> Was sagt es aus, wenn die Frau sich betrinkt, bzw. nicht betrinkt?

    Mir fällt es momentan schwer eine approachte Frau weiter zu „bearbeiten“, wenn sie sagt, dass sie heute abend die Fahrerin ist und deshalb nichts trinkt. Traue mich dann weniger zu eskalieren, oft waren die nüchternen Frauen auch nicht so zutraulich, sprich die Betrunken machen deutlicher mehr und schneller Kino.
    –> Ohne zu pauschalisieren: Geht man bei diesen zwei „Gruppen“ von Frau auch unterschiedlich vor, oder ist es wieder von Frau zu Frau unterschiedlich, wie hart man eskalieren kann?

    • Generell ist es von Frau zu Frau natürlich unterschiedlich,
      ABER:
      es ist definitiv so, dass bei betrunkenen Frauen mehr drin ist noch am gleichen Abend.
      Vor allem Richtung Makeout und SNL.
      Ihre soziale Konditionierung wird betäubt wie ich schon im Alkohol-Beitrag über uns schreibe.
      Nüchterne Frauen müssen sich hingegen bewusst darüber setzen. Viele sind cool genug dafür.

      Wenn sie sehr betrunken ist, würde ich gezielt härter eskalieren.

  2. Pingback: TOP10 – Oktober bis Dezember | naturalnumbersgame

Schreibe einen Kommentar

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s