liefners Adventskalender (9): Finale

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© Gerd Altmann / pixelio.de

Frohe Weihnachten erstmal!
Chillt euch durch die nächsten Tage und macht euch keinen Stress.

Adventskalender

Dies ist der letzte Teil meines kleinen Adventskalenders hier bei naturalnumbersgame.
Und wie kann der Adventskalender enden, wenn nicht mit einem …

LAY

Ich hatte es mir früher zur Gewohnheit gemacht schon auf dem Weg zum Club zu approachen.
So auch hier. Das ganze spielte sich am Bahnhof ab.
Ich sah ein 3er Set und fand eine von den 3en ziemlich süß. Obwohl ich abends bzw. vorm oder im Club eher ungern direct approache, hatte ich die gute damals direct geopened. Das Set lief sehr gut und irgendwann habe ich mir ihre Nummer geholt.
Ich erinnere mich noch genau daran, wie ich Steady nach dem Set zusammengeschissen habe, weil er direkt nach dem Set zu einem anderen 2er Set gegangen ist, und mein Mädchen, was ich gerade NCed hatte, das mitgekriegt hat.
Ich hatte damals die Befürchtung, dass das Ding deswegen gegessen sei (sie sieht, dass wir das bei allen Frauen machen), und war sauer auf ihn.
Aber es kam anders.

2 Tage später habe ich sie angerufen und wir haben gute 1-2 Stunden telefoniert.
Ein paar Tage später dann unser erstes Date.
Ich erinnere mich an dieses Date noch ganz genau (obwohl es nun 2 Jahre her ist), da ich so penetrant versucht habe zum KC zu eskalieren, wie noch nie zuvor und auch niemals mehr danach.
Ich weiß gar nicht mehr, wie viele Kussversuche es waren, aber mit Sicherheit waren es mehr als 7, 8 Stück.
Der Punkt ist, am Ende des Dates haben wir rumgemacht.

Wie ging es weiter?
Ich hatte ihr nach unserm Date nicht geschrieben, weil ihre Art nicht ganz so mein Fall war.
Ich erwähne das jetzt hier ganz bewusst, weil Nicht-Melden etwas ist, was ich sonst nie mache (ich melde mich eigentlich immer nach dem Date,
vielleicht sollte ich das wieder ändern.).

3-4 Tage später hat SIE MIR dann geschrieben.
Wir haben dann wieder ein bisschen telefoniert und einen Tag später kam sie dann zu mir.
Bei mir dann war das Ganze ein leichtes Spiel.
Wir haben nicht lange gefackelt.
Nachdem sie es sich auf meiner Couch gemütlich gemacht hat, lag sie 30 Minuten später nackt auf meinem Bett.
Sie war laut und unser Sex ziemlich gut. Wir hatten uns danach noch ein paar Mal getroffen, bis sie sich irgendwann nicht mehr gemeldet hat.

Warum erzähle ich diese Geschichte?

Ich war gerade draußen auf dem Weg von der Bushaltestelle nach Hause.
Ich habe in den sternenklaren Nachthimmel geschaut.
Klirrende Kälte.
Irgendwie ein besonderes Gefühl.
Ich bin mittlerweile 10 Jahre älter und erkenne doch Sternenmuster, unverändert, wie ich sie schon vor 10 Jahren auf einem Schulabschlusszelten entdeckt habe.
Faszinierend.

Auch an dem Abend, wo ich das erste Mal Sex mit diesem Mädchen hatte, bin ich noch rausgegangen, um mit meinem Hund eine Runde durch die Felder zu spazieren. Und auch da war es klirrend kalt und sternenklar.

Ich weiß noch, wie gut ich mich gefühlt habe, als ich mit meinem kleinen Hund mitten in einem weiten Feld stand und in den Himmel schaute.

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© Gerd Altmann / pixelio.de

Ich finde dieser Anblick hat etwas Unglaubliches. Mystisches. Episches.

Ich glaube dieser eine Moment hat sich besser angefühlt, als der Sex eine Stunde zuvor.

Ich habe als Kind sehr viel über das Universum nachgedacht und tue es auch heute noch gerne.

Stellt euch mal vor es wäre wirklich unendlich. So richtig UNENDLICH!
Und was ist mit diesen schwarzen Löchern?
Und diese Sterne dort draußen. Giganten.
Und unsere Erde. Sie geht irgendwann unter.
WIRKLICH unter. Nicht so wie vorgestern.

Das Universum, welch Weite und doch gleichzeitig Stille.

Was sind wir eigentlich im Vergleich zum Universum?
Wohl ein nichts.

Welche Bedeutung haben unsere kleinen Probleme, wenn man sie in einen Vergleich zu dem setzt, was dort draußen ist?

Approach Anxiety?
Das Universum lacht ….

Ich finde es so herrlich schön, dass wir unserem Leben trotzdem Sinn geben können.
Für mich liegt der Sinn im Weg. Darin sich zu entwickeln.
Ich hatte Sex an diesem Abend und das war für mich nicht selbstverständlich.
Ich habe lange dafür gekämpft und ich hatte vor Pick Up nicht mehr daran geglaubt.

Vielleicht war es nicht nur der Anblick dieses Wunders namens Welt, welcher mich für einen Moment glücklich gemacht hat.

Es war mit Sicherheit auch das gute Gefühl, dass ich zur Zeit „meinen Weg gehe“ und das Versprechen an mich selbst, niemals stehen zu bleiben.

– liefner

(P.S.: Mein Hund hat sicherlich auch dazu beigetragen.)

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