Dancefloor-Game. Der Guide: Weitere Tipps

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Social Proof

Auf dem Dancefloor spielt Social Proof eine durchaus bedeutende Rolle. Sowohl in potenziell positiver als auch in potenziell negativer Hinsicht.
Bedeutet:
Wenn andere Frauen sehen, dass ihr den Dancefloor rockt, erhöht sich die Wahrscheinlichkeit enorm, dass sie sich freuen werden, wenn ihr sie antanzt.
Ihr werdet auch merken, dass ihr vermehrt IOIs bekommt.

Gibt’s hingegen Abfuhren, ist das der Tod. Frauen haben auf dem Dancefloor echt ein Auge dafür.
Und wenn ihr erstmal abgewiesen wurdet, vielleicht sogar mehrfach, dann habt ihr meistens kaum eine Chance mehr das Ding irgendwie zu drehen.

Deswegen empfehle ich, wenn der Dancefloor groß ist und es scheiße läuft, den eigenen Standort zu wechseln.
Also, wenn ihr vorn auf dem Dancefloor seid und ihr habt nur Abfuhren bekommen, dann ruhig mal in die hinterste Ecke gehen und da weiter tanzen.
Falls gar nichts mehr geht, einfach runter vom Dancefloor und normales verbales Game machen und es später erneut versuchen.

Aber nicht nur bekommt ihr negativen Social Proof durch Abfuhren, sondern noch schlimmer:
ihr verliert an …

Intent

Und Intent auf dem Dancefloor ist extrem wichtig.
Ein hoher Intent bedeutet nichts anderes, als unumstößliche Entschlossenheit.
Wenn ihr an State verliert (durch Abfuhren), dann verliert ihr auch an Intent, das wiederum kostet euch dann noch mehr State, das dann wiederum Intent etc.

Was ist also die Lösung für das Problem?
Ihr müsst mit möglichst viel Entschlossenheit auf dem Dancefloor in die Sets gehen.
Das heißt, wenn ihr eine Frau drehen wollt, dann MACHT ES AUCH. Ihr dürft NICHT zögern dabei.
Frauen merken das sofort.
Ihr müsst, bei einer Drehung z.B., mit etwas Widerstand rechnen.
Diesen überwindet ihr, indem ihr die Drehung wirklich kraftvoll, dem Widerstand der Frau entgegen, durchführt. Ihr sollt jetzt nicht wie die letzten Brutalos  vorgehen (immer Acht darauf geben, ob es für die Frau okay ist!), aber den meisten PUAs fehlt es aufgrund ihrer Angst an Entschlossenheit in solchen Situationen.
So versuchen sie die Frau zwar zu drehen, tun dies aber nicht mit genug Kraft und nicht unter EIGENEM Vorsatz.
Damit meine ich, dass sie zwar zur Drehung ansetzen, dann aber einen Bruchteil einer Sekunde abwarten und „erfühlen“ wollen, ob die Frau mitmacht oder nicht.
Und das ist falsch, und führt meistens zu Creepiness und noch unangenehmeren Abfuhren.

Warum sind viele so unentschlossen?
Wie gesagt, aus Angst.

Die Sache ist: Je entschlossener ihr die Frau antanzt, desto höher zwar die Wahrscheinlichkeit, dass es gut geht und sie instant attracted ist. Die wenigen Abfuhren aber, die dann entstehen, sind umso brutaler.

Ohne Intent passieren auch so creepige Dinge, wie, dass man ihr statt an die Hand unbeabsichtigt an den Ellenbogen packt, etc. Einfach, weil man zu lahm oder zu langsam ist.

Was, wenn ich keinen Spaß habe?

Die meisten Männer haben generell keinen Spaß auf der Tanzfläche.
Das ist erstmal ok und nicht weiter schlimm.
Natürlich ist es besser Spaß zu haben,
aber wenn ihr nicht gern tanzt, dann ist das halt so.
Auch ich tanze an für sich nicht gerne, trotzdem würde ich mein Dancefloor-Game als überdurchschnittlich bezeichnen.

Interessant ist auch folgender Punkt:
Ich habe mich vor 2-3 Jahren auf der Tanzfläche sehr sehr unwohl gefühlt.
Das hat meinen Spaßfaktor damals zusätzlich gedrückt. Heute hingegen fühle ich mich auf der Tanzfläche wie zu Hause.
Wie habe ich das geschafft?
Indem ich mich der Situation immer wieder ausgesetzt habe. Jahrelang.
Heute habe ich manchmal sogar richtig Spaß. Vor allem, wenn das ein oder andere Lied kommt, was mir grad so gefällt. Schweiger und ich gehen zur Zeit z.B. ziemlich ab, wenn „I Follow Rivers“ erklingt.

Im Laufe der Zeit habe ich auch ein paar persönliche State-Pusher für den Dancefloor er/gefunden.
Dazu gehört unter anderem der „Jump“. Der „Jump“ ist nichts anderes als ein Sprung vom Rand der Tanzfläche auf die Tanzfläche.
Er steht metaphorisch für den Anfang meiner Tanzflächeneroberung.

Brutalität der Abfuhren

Wie schon erwähnt sind Abfuhren auf der Tanzfläche meiner Erfahrung nach deutlich brutaler als bei normalem Game.
Warum?
Wir öffnen meistens „physisch“, entsprechend sind die Abfuhren meistens auch „physisch“. Riskiert man nun auf dem Dancefloor seine Eier, so kann es durchaus passieren, dass man weggeschubst wird etc.
Auch mit angewiderten Blicken muss man rechnen.
Aber was solls.
Es ist Teil des Spiels.

Reden

Man KANN auf der Tanzfläche reden, aber man sollte es immer in Maßen halten.
Im Vordergrund sollte auf dem Dancefloor immer die Eskalation stehen.
Ansonsten empfehle ich Standardfragen wie „Wie heißt du?“, „Wo kommst du her?“, „Wie alt bist du?„, „Mit wem bist du hier?“ (um die Logistik zu checken) und Komplimente wie „Du tanzt gut.“ oder „Du riechst gut.“
Mehr ist nicht nötig, alles andere sollte man sich erviben oder man sollte ….

Isolieren

Wenn’s gut läuft oder man sogar rumgemacht hat, sollte man von der Tanzfläche hin in einen ruhigeren Bereich isolieren.
Dafür reicht eine Line wie „Komm lass uns kurz was trinken gehen.“
Isolation ist wichtig. Wir dürfen nicht zu lange rumtanzen, weil sonst das Gefühl entsteht, als ob unsere „Interaktion“ anfangen würde zu stagnieren.
Durch Isolation geben wir dem Ganzen einen neuen Impuls und können dann entsprechend Rapport, Comfort usw. aufbauen.

Ab auf den Dancefloor

Man kann aber auch aus einer „normalen“ Interaktion AUF DEN Dancefloor isolieren.
Diese Vorgehensweise nenne ich auch „Makeout-Isolation“.
Wenn ich also mit einer Frau irgendwo im Chillbereich längere Zeit gequatscht habe, es gut läuft, aber ich das Gefühl habe, kinomäßig komme ich nicht voran,
gehe ich mit ihr tanzen.

Der Vorteil ist: auf der Tanzfläche ist viel berühren erlaubt und etwas ganz normales.
Entsprechend kann ich dann bis zum Makeout eskalieren.
Ehrlich, ich habe das so oft gemacht, dass ich diesen Tipp hier als einen der wichtigsten überhaupt betrachten würde.

[Aber:
Wenn ihr keinen Bock auf Dancefloor habt oder euch total unwohl fühlt, dann lasst es sein. Ihr könntet euch damit das Set versauen.
Alles ist halt mit Risiken verbunden. Aber Risiken werden halt auch oftmals belohnt.]

Ich kann nicht tanzen!

Achja, das höre ich oft.
Es ist aber kein Grund NICHT auf den Dancefloor zu gehen.
Ganz ehrlich.
Für mich seid ihr einfach nur schwach, ihr Nicht-Tanzen-Könner-Und-Deswegen-Nicht-Auf-Den-Dancefloor-Geher.
Macht es einfach trotzdem, mit der Zeit werdet ihr euch auch wohler fühlen.
Bedenkt aber, dass es definitiv ein Nachteil ist nicht tanzen zu können und kein Rhythmus-Gefühl zu haben.
Mit Sicherheit stehen Frauen nicht unbedingt auf Männer, die NICHT tanzen können.
Jedem sollte klar sein, dass das exakte Gegenteil der Fall ist.
Was kann man tun, wenn man der totale Tanztrottel ist?
Vielleicht sich mal für einen Tanzkurs anmelden?
Einen Kurs zu den absoluten Basics wie Rhythmus -und Melodiegefühl. (Ich weiß nicht mal, ob es sowas gibt. Das Problem ist, dass die normalen Kurse Tanzstile lehren, die in der Disco eher lächerlich sind.)

Ansonsten vielleicht in Clubs gehen, die die Musik spielen, die man mag.
Aber bitte nicht als Ausrede verwenden, um nicht mehr in solche Clubs zu gehen, die die Musik spielen, die man eben nicht so mag.
Seid keine Weicheier.

Vor 0 Uhr.

Mein Geheimtipp: Dancefloor-Game vor 0 Uhr!!
Warum?
Weil vor 0 Uhr auf der Tanzfläche fast nur Frauen sind. Man muss nicht unbedingt volles Risiko gehen, aber man kann zumindest auf sich aufmerksam machen mit verbalen Openern, um die Frauen dann später (auf der Tanzfläche oder auch woanders) zu reapproachen.
Allerdings sollte man aufpassen, dass man nicht ZUUU sehr abgeht, denn dann erweckt man schnell den Eindruck, als sei man einfach nur betrunken!

Schal-Game:

Schweiger und Ich haben vor einigen Monaten das sogenannte Schal-Game erfunden. Lässt sich auch auf der Tanzfläche prima einsetzen. Einfach den Schal um den Hals der Frau werfen oder spielerisch an ihr Handgelenk binden.

Hände in den Taschen:

Normalerweise sollte man seine Händen NICHT in den Taschen haben beim Tanzen. Ich drehe diese Norm aber gerne und bewege mich mit meinen Händen in den Taschen über den Dancefloor.
Das ist dann aber auch kein Tanzen, sondern mehr ein Gehen. Wenn ich eine Frau sehe, die mir gefällt, nehme ich meine Hände dann aus den Taschen und
versuche ihre Hand zu greifen.
Ich finde dieses „Hände in den Taschen“ hat etwas sehr sehr entspanntes und ist das Gegenstück zu energiereichem Dancefloorgame.
Vielleicht sollte das jeder einfach mal für sich selbst ausprobieren.

So. Das war er. Der Guide zum Dancefloor-Game.
Ich hoffe ihr konntet ein bisschen was mitnehmen,
aber wie immer gilt am Ende:
es selbst auszuprobieren!

– liefner

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6 Gedanken zu “Dancefloor-Game. Der Guide: Weitere Tipps

  1. Sehr gute Serie über das Tanzfloorgame!

    Ich persönlich habe genau das von dir beschriebene Problem, dass ich nicht mit genug Intentionalität antanze (aus Angst vor einen harten Abfuhr).

    Noch eine Nachfrage (vlt auch für die Mittwochsfragerunde): Wie tanzt man am besten Zweiersets an? Ich habe das Gefühl, dass viele Frauen nicht gerne die Freundin „alleine“ lassen, also mit dem PU tanzen, während die Freundin isoliert abstrampelt. Oftmals war es so, dass ich ein Zweierseit angetanzt habe, welches sehr eng zusammentanzte. Wenn ich die Hand ausgestreckt habe, kam dann ein Block. Vlt fehlt es aber auch an Intentionalität.

    Danke!

    • Komplett isolieren ist bei 2er-Sets fast unmöglich.
      Ich tanze mit meiner dann meistens von hinten, sodass sie Blickkontakt zur Freundin hat. Irgendwann kann man dann versuchen sie zu drehen, aber ist nicht leicht.

  2. Gute Tipps,danke.Ich mache immer den Dreher dazu noch eine Frage.Habe den dreher gestern bei einer gemacht und dann kurz mit ihr getanzt aber gemerkt das Sie meine Hände mehr so schlabbrig hält .Wahr Sie wohl einfach nur schüchtern?Weil probiert zu küssen habe ich. Das hat Sie aber jedesmal geblockt, komisch fand ich auch das Sie mich beim tanzen garnicht angeschaut hat, hat immer nur nach rechts und links geschaut. Bin ich zu schnell und direct reingegangen? Nach mehreren Kussversuchen ist Sie dann einfach zu ihren Freundinnen abgehauen.

    • Ja, klingt so, als wenn sie überfordert gewesen wäre. Deswegen ist sie irgendwann abgehauen.
      Das heißt aber nicht, dass du unbedingt etwas falsch gemacht hast. Das einzige was du hättest anders machen können, ist zu erkennen, dass sie eben etwas schüchterner ist und dann langsamer vorgehen oder von der Tanzfläche wegisolieren.

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