Definitionen und Vergleiche

Es ist verständlich, dass sich PUAs untereinander vergleichen wollen.

Man möchte wissen, WO man in seiner Entwicklung steht und WO die anderen in ihrer Entwicklung stehen.
Vielleicht will man auch wissen, WAS noch alles MÖGLICH ist, wenn man weiter dran bleibt, und orientiert sich deshalb an Zahlen und Quoten Fortgeschrittener PUAs.

So gesehen machen Vergleiche durchaus Sinn, da sie eine Motivationsfunktion besitzen können.

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© duxschulz / pixelio.de

Allerdings sollte man immer bedenken, dass jeder Mensch aus einer anderen Ausgangsposition kommt.
Das bedeutet, wenn 2 PUAs seit 2 Jahren Pick Up machen und der eine vielleicht besser ist, ist er es nicht unbedingt, weil er in den letzten 2 Jahren mehr dazu gelernt hat, sondern wahrscheinlich, weil er eine bessere Ausgangsposition hatte.

Das große Problem im Vergleichen, und hier wären wir beim springenden Punkt, liegt aber darin, dass PUAs unterschiedliche Definitionen von einem „Flake“, einem „Hook“ oder auch einem „Lay“ haben.

Da liegt auch die große Gefahr in Frust zu verfallen, wenn ein anderer PUA z.B. deutlich weniger Flakes hat als man selbst.
Man fragt sich dann: Was mache ich eigentlich falsch?

Oft  liegt die Ursache des Problems aber einfach nur in den unterschiedlichen Definitionen. Es handelt sich um ein Missverständnis.

Beim Thema Flakes passiert dieses Missverständnis mit am häufigsten.

In der Community werden Flakes u.a. folgendermaßen definiert:

  1. sie antwortet gar nicht, weder auf die erste SMS, noch auf den ersten Anruf
  2. sie antwortet bzw. meldet sich, aber es kommt NICHT zu einem Date!
  3. sie hat die falsche Nummer gegeben

Nun sagt PUA1 er habe 9 Mal hintereinander keinen Flake gehabt.
PUA2 ist verwundert *9 Mal hintereinander kein Flake? Das schaffe ich doch nie. Bin ich wirklich so schlecht??*
Das Problem ist PUA2 versteht unter einem Flake Definition 1, PUA1 hingegen Definiton 2.
Und schon haben wir den Salat. PUA2 ist demotiviert aufgrund eines Definitionsmissverständnisses.

Ähnliches bei der Hook-Rate:
Wann ist ein Set „gehooked“?
Wenn die Frau auf den Opener „antwortet“?
Wenn die Interaktion die „magische Grenze“ von 5 Minuten erreicht hat?
Wenn die Frau erste IOIs gibt?
Wenn man das „Gefühl“ hat es ist gehooked?

Zu guter Letzt haben wir das Problem auch bei Lays:

PUA1 hat 20 Lays, kein Lay davon war überdurchschnittlich. Die meisten Frauen lagen irgendwo zwischen 2-6.
PUA2 hingegen hatte 3 Lays. Alle 3 Frauen waren eine HB7 oder mehr.

Wer von beiden ist besser? PUA1 mit den vielen Lays oder PUA2 mit den wenigen, aber umso „geileren“ Lays?

Und was, wenn PUA2 denkt, PUA1 hätte ebenfalls nur Hotties gelayed?
Gleich 20?

Wie soll da keine Demotivation entstehen?

Das ist das wahre Problem. Denn zu schnell gehen wir davon aus, dass der andere auch „gute Frauen“ layed.
Wenn er es schafft 20 Frauen zu layen, dann hat er garantiert auch Sex mit den heißesten Frauen …

Nicht unbedingt …

Anderes Thema:

Wann ist ein Daygame ein „gutes“ Daygame und wann ist es ein „schlechtes“ Daygame?
Wann ist ein Clubabend ein „guter“ Abend und wann ein „schlechter“ Abend?

Auch hier wieder völlig unterschiedliche Definitionen.
In diesem Falle hängen die Definitionen vor allem von den Erwartungen der Person ab.

Ich lerne oft PU-Neulinge kennen, die mir vorschwärmen „wie geil ihr Abend gestern gewesen ist“.
Ich hake natürlich nach.
Erstens, weil ich auch von Neulingen viel lernen kann und zweitens, weil mich immer interessiert was „genau“ denn so „gut“ gewesen ist an dem Abend.
Am Ende war es dann ein NC. Das ist ok und gut für einen Neuling.

Für mich ist ein Abend, wo ich nur einen NC habe, aber ein „schlechter“ Abend. Er ist nicht nur schlecht, sondern enttäuschend.
Sogar ein Abend, an dem ich mehrere Makeouts habe, hinterlässt keinen besonderen Nachklang bei mir. (Es ist wirklich oft so, dass ich mich am nächsten Morgen manchmal gar nicht mehr daran erinnern kann, dass ich ja rumgemacht habe!)

Damit ein Abend in meinen Augen das Stempel „gut“ bekommen kann, muss schon so einiges geschehen sein.
SNLs, unerwartete, teils schockierende, Wendungen, erinnerungswürdige Abfuhren etc.

Ich würde lügen, wenn ich behaupten würde, das Fazit eines Abend würde nur von meinem aktiven Zutun abhängen, also z.B. lediglich davon, dass ich approached habe etc.
Und nicht von den Ergebnissen.
Das stimmt nicht.
Auf der anderen Seite bin ich aber auch nicht frustriert, wenn es mal null Outcome gibt.
Dann ist der Abend nicht unbedingt „schlecht“ für mich, eher „neutral“.

Jedem Anfänger aber würde ich folgende Definition für ein „gutes“ Daygame oder eine „gute“ Clubnacht ans Herz legen:

Ich habe alles gegeben. Ich habe approached. Ich habe reapproached. Ich habe approached, obwohl das Set groß war und die Wahrscheinlichkeit für eine Demütigung bei 99% lag.
Ich habe versucht zu eskalieren. Ich wurde geblockt und habe dann nochmals versucht zu eskalieren. Ich habe versucht zu isolieren und zu bouncen. Ich habe versucht zu NCen, oder ich habe versucht bis zum SNL zu eskalieren.

Nun,
wir sind ein bisschen abgedriftet, deswegen passt mein Fazit nicht mehr so ganz zum letzten Teil dieses Beitrags.

Aber hier ist es trotzdem:

Ich finde das Thema wirklich wichtig, weil man all zu schnell demotiviert werden kann durch falsche Vergleiche aufgrund falscher Definitionen!

– liefner

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4 Gedanken zu “Definitionen und Vergleiche

  1. Guter Beitrag. Kann ich dir nur zustimmen. Ich gehe meistens mit 0 erwartung in den Club. Mich persönlich frustiert aber eher das ich noch nie gelayed habe. Ich habe fast keine Ansprechangst mehr kann direct und indirct ansprechen. Im Club habe ich mich innerhalb 3 Wochen nun so verbessert das ich jedes Wochende nen Kissclose hatte. Streetgame habe ich mich nen bisschen hangen gelassen nicht mehr so viel angsprochen weil ich nur in den Zug steigen muss in meine Richtung und dort schon 3 Frauen drinsitzen wo ich mal angesprochen habe dann aber nichts draus wurde. Ich weiss ehrlich gesagt nicht wieso ich ned mehr so motiviert bin wie früher. Da war ich noch motiviert und sprach jede Menge an. Manchmal frage ich mich ob ich nicht eifach eine nehmen sollte fürs erste mal wo ich gute Chancen hätte. Zwar kann ich finde ich einfach nicht mit einer Frau schlafen wo mir nicht gefällt. Wie hast du das gelöst? Hattest du in der Phase wo du Makeouts hattest auch schon Sex oder kam das erst später??

  2. Dass deine Motivation mit der Zeit etwas abnimmt, ist normal.
    Du musst einfach weiter machen, sie steigt dann irgendwann wieder von allein (vielleicht auch getragen durch einen Erfolg.)

    Deine Makeouts zeigen mir, dass du auf dem richtigen Weg bist.
    Sex folgt Makeouts. Entsprechend ist es normal, wenn du zur Zeit viele Makeouts hast aber kaum bzw. in deinem Fall gar keinen Sex.
    Mit „folgt“ meine ich, dass Sex in der Entwicklung folgt. Mir ging es ähnlich.
    Mach weiter und du wirst deinen Lay bekommen.
    Drück vielleicht ein Auge zu dabei. Das erste Mal ist unbedeutend.

    Überleg auch einmal (!) woran es liegen könnte, dass du keine Lays hast!

  3. Danke für die gute Antwort. Bei der Überlegung wieso ich keine Lays habe fällt mir eigentlich nur ein das ich früher extrem schüchtern war und in der Schule auch unter Mobbing litt. Dadurch hatte ich halt auch bis jetzt noch nie ne Freundin. Heisst es ging ewig lange bis ich nur meinen ersten Kuss hatte. Denke es liegt daran. Aber wenn ich sehe das ich jetzt fast jedes Wochende nen Makeout machen kann habe ich mich jedenfalls sehr verbessert.

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