Der Tanz zum Lay

„Kann ich mit zu dir??“

„OKAY.“

(!?!??!?)

So einfach kann es gehen.
Das Kuriose: ein paar Stunden zuvor hatte ich mit Schweiger noch darüber gesprochen, dass wir häufiger mal den Vorschlag riskieren sollten:
zu mir oder zu dir?

Na schön.
Ich gebe ihr meinen Garderobenschnipsel.
Sie holt meine Jacke.
Ihre Freundin ist dabei.
Wir nehmen ein Taxi.
Ich zahle keinen Cent.
Harrrrrr
Wir machen uns auf den Weg zu ihr.

Ich nehme mir vor möglichst nicht zu reden im Taxi.
Im Prinzip steht fest, dass wir Sex haben werden.
Ich kann es eigentlich nur noch versauen, wenn ich anfange zu labern und dabei Müll rauskommt. Ich bin PUA, vergesst das nicht. Also: Fresse halten.

10 Minuten später sind wir dann bei ihr.
Ihre Freundin bleibt im Taxi und fährt weiter.
Zu ihrem Fickfreund.
Alle 3 werden wir also Sex haben.

Bei ihr angekommen, bietet sie mir etwas zu essen an.
Ich weiß aber, dass es falsch wäre jetzt zu naschen.
Stattdessen umarme ich sie von hinten und fange an ihren Hals zu küssen.
Wir gehen in ihr Zimmer und ziehen uns sofort aus.
Es ist dieses schnelle Ausziehen, nicht dieses langsame vorspielmäßige.
Dann haben wir Sex.
Mittelmäßigen Sex.

Links an ihrem Bett hat sie einen Schrank voll von Schuhen.
Ich stehe auf Schuhe. Ich zeige auf ein Paar, welches mir gefällt und sage:
„Zieh die an.“

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© Ich-und-Du / pixelio.de

Wir haben dann nochmal Sex. Mit den Schuhen.
Aber es turnt mich irgendwie ab.
Es ist merkwürdig.
Ich sage ihr „Lass uns wieder normal sein.“ und wir machen ohne Schuhe weiter.
Ich dachte ich steh auf Schuhe.

Sie macht dann den Vorschlag, dass ich bei ihr penne.
Darauf kann ich verzichten!!!
Ich versuche derweil Schweiger zu erreichen. Es ist 5 Uhr morgens.
Wir haben noch eine Stunde Zeit. Ein paar Approaches sind noch drin!
Vielleicht sogar ein zweiter Lay?

Einige Minuten später verabschiede ich mich von ihr, gehe raus und stelle mich an den Straßenrand.
Es schneit. Ich schreibe ihr eine SMS: „Es schneit.“

„Liefner hat sich mal wieder auf seinen Körper reduzieren und abschleppen lassen. Nichtmal das Taxi muss er selbst zahlen. 90 Minuten später hol ich ihn von dem Mädel ab.
Er steht im Schneetreiben am Straßenrand. Der Typ ist so gleichgültig. Der Lay bedeutet ihm nichts.
Sein erster Satz nach dem Einsteigen: Lass uns ins xxx fahren. Wir haben noch eine Stunde. Ich hoffe er schreibt noch einen Report darüber.
Denn wieder war alles scheinbar sinnlos und unplanbar. You want a routine? Kill yourself.“
Schweigers Wochenschau

Im Club angekommen schaffe ich „bloß“ ein Makeout.

Doch diese Nacht wird mir in Erinnerung bleiben.
Warum?
Sie hat mal wieder gezeigt, wie zufällig Pick Up sein kann und wie sehr es sich lohnt, einfach mal was zu riskieren. Ohne groß darüber nachzudenken, „wie hoch die Wahrscheinlichkeit ist, dass es funktioniert“.

„Kann ich mit zu dir??“ war ein Experiment. Ein Experiment, welches gelohnt hat.

Das ist es:

Pick Up ist Herumexperimentieren mit dem Zufall.

(Trotzdem brauch es natürlich Unmengen von Skills, um die Dinge so durchzuziehen, wie ich es an dem Abend getan habe.)

– liefner

5 Gedanken zu “Der Tanz zum Lay

  1. echt krass🙂

    mal noch eine andere frage. trinkt ihr eigentlich alle gar kein alkohol wenn ihr weggeht ? also null ? mir selber fällt es echt schwer im club nichts zu trinken. 1-2 liter bier werden es meistens ( 2 liter wenn ich von 22uhr-7uhr unterwegs bin ).
    nicht unbedingt weil ich dann besser hbs ansprechen kann ( das bekomm ich auch ohne alk hin ) sondern weil der abend mit den kumpels usw. dann einfach entspannter / lustiger ist.

  2. Nein, trinken nicht.
    Bis auf paar Ausnahmen (Silvester)
    Es hat allerdings bei mir schon so 2-3 Jahre gedauert bis ich ohne Alkohol genauso gut geworden bin wie mit.

    Wenn ich mit Schweiger weg bin, machen wir uns den ganzen Abend lang eigentlich nur über uns selbst und über Pick Up lustig.

  3. Nach dem Lay hätte mir definitiv die Motivation gefehlt, nochmal in den Club zu gehen und vor allem der Sex Drive, nochmal mit einer rumzumachen😀. Krasse Story!

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