Stationen: Die spanischen Au-pair Mädchen

Ich bin seit ca. 1,5 Jahren aktiv mit Pickup beschäftigt. Davor hatte ich mich 2 Jahre lang theoretisch damit befasst. Zwar bin ich auch ab und zu raus gegangen und habe andere  getroffen. Doch war mein Glaube einfach zu schwach, dass ich wirklich Erfolg mit Frauen würde haben können. Ich war einer der vielen, die ab und zu kamen, wenig taten und dann wieder für Monate in der Versenkung verschwanden. Ich habe mehr als nur einmal eine „Challenge“ angefangen und nicht beendet.

So diszipliniert und willensstark ich auf anderen Gebieten war: In Sachen Pickup bin ich ein Verlierer gewesen. Schwach und unentschlossen.

Ich habe lange gebraucht, um meine Tugenden aus anderen Bereichen auf Pickup zu übertragen, aber irgendwann hat es funktioniert.

Ich kann nicht sagen, dass ein besonderes Ereignis die Kehrtwende herbeigeführt hat. Es war eher die Tatsache, dass ich durch theoretische Beschäftigung wusste, was möglich war. Und dass ich selbst nichts tat. Dass ich andere Newbies sah, die nach kurzer Zeit Erfolge hatten. Und dass ich mit 26 Jahren schon näher an den 30 als an den 20 Jahren dran war. Diese Umstände verursachten einen permanenten Schmerz in mir, den ich nur durch Aktivität bekämpfen konnte.

Jede Veränderung kommt von innen und ist langsam. Jeder will die schnelle und drastische Transformation. Je nachdem wie mental fehlprogrammiert man seine Jugend verbracht hat, dauert es Monate, bis erste Erfolge sich einstellen und Jahre, bis wirklich eine tiefgreifende Veränderung der Persönlichkeit stattgefunden hat.

Die meisten schaffen es nie.

90% aller Bücher werden nicht gelesen.

90% aller Übergewichtigen, die eine Diät erfolgreich beenden, gewinnen in weniger als einem Jahr ihr altes Gewicht zurück oder werden sogar noch fetter.

90% aller Mitglieder im Pickupforum werden nie den Erfolg mit Frauen haben, den sie wollen

Die meisten werden es nie schaffen, weil sie weich sind. Weil sie den einfachen Weg suchen. Weil sie lieber ein Coaching wie INSTANT CHANGE PROGRAMMING buchen als durch all den Dreck und die Demütigungen zu gehen, die Pickup mit sich bringt. Weil sie das erste Mädchen mit dickem Hintern zu ihrer Freundin machen, das sich ihnen anbietet.

Das Schlagwort „dicker Hintern“ bringt mich wieder zu meiner Überschrift zurück. Veränderung wird von innen erzeugt, kann aber durch äußere Ereignisse = reference experiences deutlich beschleunigt werden.

Das war für mich der „erste Lay mit Pickup“ (klingt unbeholfen und war es auch).

Ende 2011 bin ich regelmäßig mit meinen Wings Amon und Eco auf die Straße gegangen. An einem Samstag mittag laufen wir durch die Stadt. Plötzlich ein Hallo von links. Da sitzen zwei Mädchen auf einer Bank. Wir gehen hin, versuchen mit ihnen zu reden. Es kommt nicht mehr zurück als gebrochenes Deutsch. Englisch geht unwesentlich besser. Sie hatten uns nicht gegrüßt. Es war wohl ein Missverständnis mit Passanten vor uns, das uns ins Set befördert hat.

Sie sind spanische Au-pair Mädchen und erst seit ein paar Wochen in Deutschland. Die eine attraktiv und etwas verschlampt. Die andere braver, recht hübsches Gesicht aber dicker Hintern. Wir stammeln eine halbe Stunde auf Englisch.

Stephanie Hofschlaeger  / pixelio.de

Stephanie Hofschlaeger / pixelio.de

Verabredung für abends, gleicher Ort. 3 Stunden später sind wir da. Keine Spur von unseren Au-pair Mädchen. Wir warten. 3, 5, 10 Minuten. Als wir grade von dannen ziehen wollen, kommt die bessere angelaufen. Sie sind mit Bekannten aus ihrer Sprachschule in einem Pub. Wir gehen mit.

Der Pub ist laut, schäbig, kostet Eintritt. Wir sagen, dass wir eine bessere location kennen. Sie kommen mit uns. 2 Mädchen und 3 Bekannte. Insgesamt 2 Frauen und 6 Männer. Schlechte Statistik.

Wir setzen uns in eine Bar. Die anderen drei Männer strahlen wenig Gefahr aus. Zwei haben eine Freundin. Der dritte ist scharf auf „unsere“ Beute, aber sein Verhalten zu needy. Wir reden und trinken ca. 2 Stunden. Heute trinke ich selten Alkohol. Damals hat er mir phasenweise geholfen.

Die Sprachschüler wollen weiter in einen Club. Warum nicht. Der Club ist nur wenige Meter von Amons Wohnung entfernt. Unser einfacher Plan lautet, die drei Männer vor dem Club loszuwerden und die beiden Mädchen in Amons Wohnung zu bringen. Auf dem Weg in die neue Location beginnt Amon heftig mit der besseren Spanierin rumzumachen. Ich war damals geschockt, dass es so einfach funktionieren konnte. Im Laternenlicht kann ich die verzweifelte Eifersucht im Gesicht des needigen Sprachschülers erkennen.

Amon geht mit seinem Mädchen etwas voraus. Kurz vor der Disco biegt er mit ihr in Richtung seiner Wohnung ab. Wir anderen gehen weiter. Direkt vor dem Club versuchen Eco und ich das andere Mädchen zu überzeugen, mitzukommen. Die anderen wollen mit ihr in den Club. Wir reden solange auf sie ein, bis sie schließlich mitkommt.

Amon wartet mit seinem Mädchen vor der Haustür. „Nur kurz oben was trinken gehen…“ Sie kommen mit. Amon wohnt in einer 4er WG. Von den anderen drei Mitbewohnern ist keine Spur. Unser Gameplan ist grob und effektiv: Trinkspiele in der WG Küche. Ich bin anfangs ziemlich angespannt, aber mit zunehmenden Alkoholkonsum lockert es sich. Irgendwann begann ich mit der anderen Spanierin rumzumachen. Eco hatte sich bereit erklärt, zu meinen Gunsten zu verzichten. Danke. Guter Wing. Ich werde es dir noch zurückzahlen. Ein Lay ist nicht viel wert, aber damals brauchte ich ihn.

Amon wirft irgendwann seine Au-pair über die Schultern und trägt sie einfach in sein Zimmer. Ich hatte viel gehört von der „caveman method“ damals. Nun wusste ich, was gemeint war. Wir anderen drei bleiben zurück. Eco verabschiedet sich irgendwann. Nicht ohne vorher ein Kondom in meine Tasche gesteckt zu haben. Also ich und die weniger gute Spanierin in einer WG Küche, wo jederzeit fremde Mitbewohner reinkommen konnten.

TiM Caspary  / pixelio.de

TiM Caspary / pixelio.de

Tatsächlich wurde die Tür dreimal geöffnet und schnell wieder geschlossen, während ich mit ihr zugange war. Als ich später von der Toilette wiederkam steht eine der WG Mitbewohnerinnen in der Küchentür und redet wie wild auf uns ein: private WG, kein Swingerclub, keine Prostituierten, verschwindet hier, ihr seid krank…

Noch mehr als der Lay selbst, war diese Reaktion der Mitbewohnerin eine verändernde Erfahrung für mich: Sie hielt mich für einen Aufreißer, der regelmäßig unbekannte Mädels in fremden Küchen durchnimmt. (Am nächsten Tag forderte sie von Amon, dass er das betreffende Sofa in die Reinigung bringen solle. Sie ist nie mehr meine Freundin geworden.)

Ich habe sie später noch nach hause gefahren und ein paar mal in der Stadt wieder gesehen. Auch interessant, wie schwer es damals für mich war, einem Lay über den Weg zu laufen, während es für die meisten Frauen kein großer Deal zu sein scheint.

Ich habe den Bericht vor allem für mich geschrieben, um einen wichtigen Meilenstein meiner Reise zu Papier gebracht zu haben und in ein paar Jahren klarer sehen zu können, welchen Weg ich wirklich gegangen bin. Fortschritt ist eine Kombination aus langsamer innerer Entwicklung und äußeren Erfolgen, die immer eine stark zufällige Komponente haben (wir haben dieses Set ursprünglich nicht mal geöffnet, sondern sind nur durch ein Missverständnis ins Spiel gekommen).

Aktuell habe ich Grippe, sitze hier im Bademantel und merke, dass meine Gedanken etwas unsortiert sind. Auch wenn es nicht an diese Stelle passt, möchte ich kundtun, dass ich früher oder später die besten Frauen haben werde. Es ist nur eine Zeitfrage.

Wer sich schon seit langem mit Pickup beschäftigt, aber es nicht schafft, die Praxis wirklich in sein Leben zu verankern: Wenige schaffen es schnell und bleiben dabei. Andere brauchen eine lange Anlaufphase aber finden zumindest irgendwann die Spur. Die meisten schaffen es nie. Gehör nicht zur dritten Sorte.

Schweiger

3 Gedanken zu “Stationen: Die spanischen Au-pair Mädchen

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