Willst du WIRKLICH wissen was ich lese?

Ihre Tasche ist offen …

Ich: „Hey, deine Tasche ist offen.“
Sie: „Ich weiß, aber danke.“
Ich: „Schade. Dachte, es könnte mehr aus uns werden.“

Wir kommen ins Gespräch.
Sie erzählt mir, dass sie viel liest.
Ich lese auch viel …

Sie will wissen was ich so lese …. Ich: „och. alles so“

Ich traue mich nicht ihr die Wahrheit zu sagen.
Ich traue mich nicht auszusprechen, zu welcher Kategorie die Bücher gehören, die ich lese.

Sie: „Ach komm schon … so schlimm kanns nicht sein.“

Ich: „Also überwiegend Selbsthilfeliteratur …. ÄHMM. Ich meine so Bücher über PSYCHOLOGIE!! Und Spiritualität und so … ähm ALSO PHILOSOPHIE.“

Ja natürlich …
Ich meine es stimmt schon. Ich lese viele Bücher aus der Psychologie und der Philosophie, beide haben mit Self-Help, Spiritualität und fernöstlichen
Lebensphilosophien einige Schnittstellen.

Aber als sie mich dann fragt, wie diese Bücher heißen, kann ich nicht mehr … ich kann diese Titel einfach nicht aussprechen!

Ich: „Ähm … zeig ich dir gleich im Zug. Hab eins dabei!“ (Ich hoffe und bete, dass sie es vergisst!)

Wir setzen uns in den Zug.
Sie holt ihr Buch raus …. Sie: „Und jetzt bist du dran.“

Es ist soweit.
Ich schäme mich jetzt schon.
Aber meine Familie weiß von Pick Up und dem ganzen Kram. Wieso sollten dann Frauen nicht von den Büchern wissen, die ich so lese?

Ich ziehe das Buch langsam aus meinem Rucksack.

Erst mit der Rückseite, vielleicht wechseln wir ja irgendwie noch das Thema und sie vergisst es.

Aber es bringt alles nichts.
Dann wende ich das Buch.

„DAS PHÖNIX-PRINZIP: Die Kunst, sich selbst zu retten“

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© DRaschir / pixelio.de

Sie blättert ein wenig im Buch herum.
Ihre Reaktion ist in Ordnung.

Puuuuh ….

Was will ich euch mit diesem Beitrag mit auf den Weg geben?
Erstens, nehmt ihn nicht zu ernst.
Zweitens, ein bisschen unangenehm ist es mir schon.
Drittens, es liegt einfach daran, dass Menschen, die sich nie mit dem Thema Persönlichkeitsentwicklung auseinandergesetzt bzw. beschäftigt haben, absolut nichts mit so einem Buch anfangen können.

„Natürlich … Akzeptanz … sich selbst retten … wie wäre es, wenn du dir einen Termin beim Psychologen machst? Hast du eigentlich Freunde?“

ABER ACHTUNG:

Ab jetzt werde ich meine Bücher nicht mehr verstecken.
Ich habe auch die peinlichsten Bücher aus meinem Schrank geholt und auf mein Regal gestellt.
Frauen, schaut her.
Ich stehe zu meinen Werten,
und ich stehe zu meinen Selbsthilfebüchern, die mitunter dazu beigetragen haben, dass sich mein Leben verändert hat.
Ich leihe sie euch sogar aus, wenn ihr wollt …

Ja man. Ich habe mich selbst gerettet!

(Hallo Schweiger. Schreib doch bitte mal als Kommentar unter diesen Beitrag, wie du „The Game“ gelesen hast!)

– liefner

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Ein Gedanke zu “Willst du WIRKLICH wissen was ich lese?

  1. Ich habe mich so für THE GAME geschämt, dass ich einen Buchumschlag aus Zeitungspapier gebastelt habe. Vor allem auf Zugfahrten sollte niemand wissen, was ich lese.

    Ich habe durch Liefners Vorbild angefangen, der Familie Schritt für Schritt meine Literatur und sonstigen Ambitionen nahezubringen. Ist kein leichtes Unterfangen. Menschen aus der näheren Umgebung wollen nicht, dass man sich verändert.

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