Reframing – ein kognitives Training

Reframing bedeutet nichts anderes, als eine bestimmte Situation aus einer neuen, frischen Perspektive zu betrachten.

Der Reframe läuft auf kognitiver Ebene ab. Das bedeutet, dass wir mit unseren Gedanken bewusst einen neuen Rahmen um eine Situation setzen können,
sodass sie uns nicht mehr so schwer und belastend erscheint.

Es gibt eine Reihe von Techniken, die ich persönlich sehr gerne dazu verwende.
Ich möchte sie euch im Folgenden vorstellen:

Temporale Relativierung:

Hier werft ihr einen kurzen Blick in die Zukunft.
Welche Bedeutung wird mein derzeitiges Problem in einer Woche haben? Welche Bedeutung wird mein Problem in einem Jahr haben? Welche in 5 Jahren?
Wird es für mich in 5 Jahren auch nur ansatzweise von Relevanz sein, ob das Mädchen aus dem Club vor 5 Jahren geflaked hatte oder nicht?

Wir können sogar noch weiter gehen.
Stellt euch vor, ihr seid 80 und wisst, dass ihr nur noch wenige Tage zu leben habt. Glaubt ihr ernsthaft es wird für euch eine Rolle spielen, ob ihr damals, mit 21, eure Oneitis bekommen habt oder nicht? Wird es nicht. Wahrscheinlich werdet ihr sogar darüber lachen können, welchen Kopf ihr euch ihretwegen gemacht hattet.
Was euch wichtig sein wird, ist (höchstwahrscheinlich), ob ihr euer Leben so gelebt hat, wie ihr es leben wolltet. Ob ihr mutig gewesen und euren Weg vorangeschritten seid.

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© Gerd Altmann / pixelio.de

Referenzerfahrungen:

Hier werft ihr einen kurzen Blick in die Vergangenheit.
Je länger ihr bei Pick Up mit dabei seid, desto mehr Erfolge werdet ihr angehäuft haben (Makeouts, Lays, etc.).
Wer erfolgreich gewesen ist und hart dafür gearbeitet hat, der wird nicht daran zweifeln, dass er seinen Erfolg wiederholen kann, auch wenn es zwischenzeitlich aufgrund einer Niederlagenserie vielleicht den Anschein hat, er könne es nicht.
Wenn ihr mitten in einer Krise steckt, dann denkt daran, was ihr bereits erreicht habt.
Denn all das könnt ihr erneut erreichen!

Reality-Check:

Im Pick Up Forum lese ich oft Beiträge wie „ich wurde zum 10. Mal hintereinander in die Friendzone versetzt„.
Wenn ihr so eine Behauptung aufstellt, testet unbedingt ihren Realitätsgehalt.
In vielen Fällen sind die Dinge gar nicht so oft eingetreten, wie ihr behauptet. Reinste Schwarzmalerei.
Am Ende war es nämlich doch nur 2 Mal die Friendzone.
Behauptet keinen Müll, der nicht stimmt.
Fixiert euch nicht aufs Negative.
Ihr schadet euch bloß selber damit.

„Ich komme nicht voran“ bzw. „ich habe mich nicht entwickelt“ sind auch Aussagen, die ich oft höre/lese.
Neben zu hohen Erwartungen, spielt schlicht und ergreifend Blindheit eine Rolle. Wenn ihr aktiv rausgeht, und viele Frauen approached, werdet ihr euch auch weiterentwickeln.
Aber ihr müsst auch die kleinen Dinge betrachten und nicht gleich zu groß denken. Eure Entwicklung muss nicht an der Anzahl der Lays ablesbar sein.
Schaut, ob eure Sets länger werden, ob ihr mehr Dates habt etc.

Entkatastrophisieren:

Was wird schlimmstenfalls passieren, wenn ihr auf der Arbeit verkackt und einen Auftrag bzw. ein Projekt in die Luft jagt?
Ok, ihr werdet vielleicht entlassen. Aber wie wahrscheinlich ist es tatsächlich, dass ihr aufgrund eines einzigen fehlgeschlagenen Auftrages entlassen werdet?
Es ist sehr unwahrscheinlich.
Aber angenommen, dieser unwahrscheinliche Fall tritt ein. Was dann?
Dann wäret ihr arbeitslos. Was würde das für euch bedeuten?
Wäre euer Leben damit am Ende?
Nein, wäre es nicht.
Ihr würdet versuchen einen neuen Job zu finden.
Und, wenn ihr wollt, dann findet ihr auch einen Job. Am Ende ist der Job vielleicht sogar der bessere Job.
Also nehmt den Auftrag ernst, aber macht euch nicht zu viele Gedanken, was passieren könnte, wenn er schief läuft.
Im Grunde genommen kann euch nichts wirklich schlimmes geschehen.

Sinnfindung:

Versucht in allem, was euch zustößt, einen Sinn zu finden.
Überlegt euch, was ihr aus dieser Situation lernen könnt und welche Aufgabe und Herausforderung die Situation an euch stellt.
Beispiel Oneitis:
Ihr verliebt euch und verliert die Frau, weil ihr needy werdet.
Lektion: Ihr seid noch nicht stark genug. Ihr seid zu abhängig.
Das Leben aber meint es gut mit euch und will euch freier und stärker machen, deswegen diese Lektion.
Wenn ihr hart an euch arbeitet, lernt ihr am Ende sogar eine Frau kennen, die noch besser ist als eure Oneitis von damals.
Und das Paradoxe: Hättet ihr eure Oneitis von damals bekommen, dann hättet ihr die wunderschöne Frau von heute niemals kennengelernt.

Hedonistische Kalkül:

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© Gerd Altmann / pixelio.de

Hier macht ihr euch den Unsinn eures negativen Denkens bewusst.
Was bringt es euch rumzuheulen, dass nicht alles so läuft, wie ihr es gern hättet?
Was bringt es über Flakes und Abfuhren zu klagen? Werdet ihr dadurch glücklicher? Bringen euch diese Gedanken in irgendeiner Form weiter?
Überlegt mal ernsthaft.
Das einzige, was daraus resultiert, ist, dass ihr euch NOCH schlechter fühlt und euer Denken NOCH negativer wird!
Versucht lieber so zu denken, dass ihr euch gut fühlt dabei und dass euer Denken zu AKTIVEM HANDELN führt.

Nur so könnt ihr konstruktiv mit der schwierigen Situation umgehen.

Universum:

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© Carsten Przygoda / pixelio.de

Wer kennt es nicht.
Es ist Sommer.
Sternenklar. Man legt sich ins Gras und blickt gen Himmel.
Was für eine Gewalt.
Was sind wir eigentlich im Vergleich zu dem, was dort draußen ist?
Cirka nichs.
Wir wissen verdammt wenig und unsere kleinen Probleme erscheinen bei diesem epischen Anblick nahezu lächerlich.
Worüber regen wir uns hier eigentlich auf?

Schaut in die Sterne oder aufs Meer und eure Probleme werden in deren Weite versinken.

Vernichtung:

Egal, vor welchem Problem ihr steht.
Macht euch klar, dass ALLES eines Tages zerstört werden wird.
Weder wir, noch unsere kleinen Probleme werden in 1000 Jahren irgendeine Rolle spielen.
Wenn’s mit der Sonne erstmal vorbei ist, dann wird alles, was die Menschheit sich aufgebaut hat, zerstört werden.
Nichts wird hier übrig bleiben.
So gesehen, und das weiß jeder, sitzen wir alle auf dem sinkenden Boot.
Jeder von uns.
Du, ich, sie, wir.
Warum also die Zeit mit Stress, Melancholie und schlechter Stimmung vertrödeln?

Lasst uns feiern.
Lasst uns erobern.
Lasst unser Leben eine epische und glorreiche Schlacht des Mutes und der Stärke sein.

– liefner

2 Gedanken zu “Reframing – ein kognitives Training

  1. Reframing gibt es ja aber auch bei einem Gespräch. Ich mache z.b gerne Reframing wenn eine Frau ihre Nummer nicht herausgeben will und nur Facebook geben will. Ich sage dann jeweils. Okay wir sehen uns sicher nochmals dann kannste mir ja dann deine Nummer geben. Drehe mich nach dem gesagten um und wieder zu ihr hin. Tue dann so wie ich Sie nun zufälligerweise wieder gesehen hätte🙂

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