Ein Jahr Pickup – Eine Geschichte

Hattest Du noch nie ein Date mit einer Frau?

Hast Du noch nie eine Frau geküsst?

Bist Du noch Jungfrau?

Bist Du gefrustet, dass Du noch nie eine Freundin hattest?

Dieser Text ist für alle, auf die mindestens einer der oben aufgeführten Punkte zutrifft.

Der Text ist sehr lang geworden. Nehmt Euch die Zeit dafür ihn vollständig zu lesen, oder lasst es ganz bleiben. Ein gewisses Zeitinvestment solltet ihr Euch inzwischen sowieso zugelegt haben, wenn ihr besser mit Frauen werden wollt.

Schulzeit. Ich bin zweimal verliebt. Einmal in der sechsten Klasse und einmal in der Zehnten. Beide Frauen sind in meinen Augen heiß. Gehören zu den 2-3 schönsten Mädchen ihrer Klassen. Ich bin zwar schüchtern und habe „keine Eier“, aber irgendwie bekommen die beiden doch mit, dass ich auf sie stehe. In der Schule brachte ich vielleicht ein kurzes „Hallo“ und ein bisschen Smalltalk raus, so richtig in Fahrt kam ich aber nie. Dafür schrieb ich die beiden bei ICQ voll, dabei ging es um jedes erdenkliche Alltagsthema.

Nach einem Treffen habe ich nie gefragt.

Irgendwann erzählte ich ihnen doch, dass ich auf sie stehe.

Beide gaben mir einen Korb.

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© Renate Tröße / pixelio.de

Es tat weh, unheimlich weh. Bei der ersten, mit 13 Jahren, musste ich sogar weinen, als ich davon erfuhr. Meine Mutter tröstete mich damals. Sie sagte mir, dass ich ein hübscher Junge sei und mir die Mädchen mit 16 Jahren hinterherlaufen werden.

Ich glaubte ihr nicht.

Mit 16 war mein Gesicht übersät mit Akne.

Ich war kurzsichtig und trug eine Brille.

Meine Haare habe ich nie gestylt, ich fühlte mich nicht wirklich wohl in meiner Haut.

Ich fühlte mich hässlich und nicht attraktiv genug für die Frauen, die ich attraktiv fand.

Die Frauen, auf die ich stand, habe ich auf ein Podest gestellt, waren für mich unerreichbar.

  • Nichts stimmte mit meinem „Inner Game“

Ich ließ das Thema Frauen erst mal ruhen. Machte viel Sport im Sportverein, konzentrierte nahezu meine ganze Freizeit auf dieses Thema. Im Nachhinein sehe ich das als sehr wichtig an. Zwar hatte ich nur wenig Kontakt zu Frauen, die ich attraktiv fand, jedoch saß ich auch nicht nur isoliert alleine vor dem Computer. Ich war unter Menschen. Sammelte trotzdem Menschenkenntnis und musste kommunizieren.

Ich musste nicht „nachlernen“, wie man mit anderen Menschen kommuniziert.

In Discotheken, auf Schützenfesten und Geburtstagen, wo viele Frauen waren, war ich trotzdem nur sehr selten. Ich hatte für mich die Ausrede, dass ich am nächsten Tag ein wichtiges Punktspiel hätte und „ausgeschlafen“ sein muss, damit ich gute Leistungen erbringe. Oder dass ich nicht gut genug sei, für die Frauen, die ich begehrte.

Nach dem Abitur 2011 machte ich mir wieder meine Gedanken zum Thema Frauen. Ich war inzwischen 19 Jahre alt und hatte keinerlei sexuelle Erfahrung mit Frauen. Das intimste war bis dato ein Tanzkurs, den ich mit 16 gemacht hatte🙂

Im August und September 2011 fing ich an viel zu lesen.

„Die 10 dümmsten Fehler kluger Leute“ war das erste Buch. Es ging im Prinzip um „Brainfuck“, „Limiting Beliefs“. Auf der Suche nach weiterer Literatur bei Amazon stieß ich auf „The Game“ von Neil Strauss in der englischsprachigen Originalausgabe. Als ich das Buch las konnte ich zunächst nicht glauben, was für einen „Scheiß“ die Kerle dort machten, aber es faszinierte mich. Ich hatte noch nie zuvor davon gehört, dass es Männer gibt, die „geplant“ auf der Straße, in Clubs und überall sonst, wo es Menschen gibt, fremde Frauen ansprechen. Der Gedanke begeisterte mich. Es schien mir der „Ausweg“ aus meinem Dilemma zu sein.

Es folgten weitere 7 Monate(!), wo ich sehr viele Selbsthilfebücher und PU-Literatur las.

Im September 2011 ging dann auch mein FSJ im Sport los. Ein Jahr lang Jeden Tag Kinder in meiner Sportart betreuen und trainieren. Coole Geschichte🙂 Das Training war immer abends, vormittags hatte ich viel Freizeit.

Die Vormittagsstunden verbrachte ich mit PU und Selbsthilfeliteratur, Kraftsport, Pornos und chillen und noch anderen Kleinigkeiten.

Die Pornographie trug dazu bei, dass meine Unzufriedenheit weiter stieg. Ich wollte nicht mehr länger nur nackte Frauen auf dem Bildschirm, sondern echte Mädchen. Ich wollte endlich ein Mädchen Küssen. Sie im Arm halten und bei mir haben.

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Beim Karneval 2012, wo ich mit Freunden unterwegs war, dann mein erster NC auf der Straße, durch Zufall geschehen. Es war die erste fremde Frau überhaupt, die ich auf der Straße ansprach und sofort die erste Nummer bekam. Wir quatschen nur 5 min. weil sie angeblich weiter musste.

Ich erinnere mich noch genau an den Moment danach als ich mich feierte und mir dachte:

„Jawohl, endlich eine coole Frau, vielleicht wird sie meine Freundin“.

Wir schrieben ein bisschen hin und her und auf meinen Kaffee-Vorschlag reagierte sie positiv. Zwar konnte sie den vorgeschlagenen Termin nicht einhalten, schlug aber von sich aus einen neuen Termin eine Woche später vor🙂

Kurz vor dem Treffen flakte sie. Sie hätte was mit einem Kerl laufen und es wäre unfair mir Gegenüber, weswegen wir uns nicht treffen könnten.

Oh Scheiße.

Am 11.März 2012 entdeckte ich das deutsche PU-Forum und meldete mich gleich an.

Ich sah, dass es „Lairs“ gab, auch eines in meiner Stadt. Wenige Tage später traf ich den Lairleiter und unterhielt mich mit ihm über das Thema. Ich war fasziniert, es gab wirklich Menschen, auch in meiner Stadt, die Frauen auf der Straße anquatschen!

Noch einige Tage später traf ich „MrGo“ aus meinem Lair.

Er ist 6 Jahre älter als ich und sollte mein regelmäßiger Begleiter werden. Ihm habe ich unheimlich viel zu verdanken.

Am 24.März 2012, also genau heute vor einem Jahr, machte ich mein erstes „Daygame“ mit meinem Lair.

Ich war unheimlich aufgeregt, obwohl ich an diesem Tag nur viermal approachte und meine einzige Frage an die Mädchen war, wo ich mir eine vernünftige Frühlingsjacke kaufen kann🙂

Es wurden anscheinend so viele Stresshormone ausgeschüttet, dass ich danach total kaputt und müde war. Aber für mich stand damals fest: Das hier ist der richtige Weg für mich.

Wenige Zeit später lernte ich auch noch Schweiger und Liefner kennen, die ebenfalls in meiner Heimatstadt aktiv sind.

Ich erinnere mich noch genau an das erste Treffen mit Liefner. Er sollte mir ein bisschen Daygame zeigen. Oh Mann, war der Typ krass gut😀

Kurz nachdem er mich begrüßte, nach nicht mal 2 min. des Kennenlernens, meinte er:

„Sie wird mich töten. Da vorne sitzt ein blondes Mädchen, ich geh da jetzt hin.“

Er setzte sich neben sie, unterhielt sich 10 min. mit ihr und holte die Nummer, umarmte sie und kam zu mir zurück.

War das ein Flash. Meine Realität war gesprengt.

Doch Schweiger und Liefner warnten mich: Dass viele Newbies schnell aufgeben, zu schwach seien um so lange weiter zu machen, bis sich Erfolge einstellen.

Also gut. Ab diesem Zeitpunkt war ich relativ regelmäßig unterwegs. Vor allem angetrieben von MrGo, der mich immer wieder fragte, ob ich Lust und Zeit hätte, loszuziehen. So lag mein Schwerpunkt eher im Daygame, vor allem sitzende Sets haben es mir regelmäßig angetan, ich mochte es mich daneben zu setzen und möglichst situativ einzusteigen.

Die von Liefner oft beschriebene Anfangseuphorie gab es auch bei mir, ebenso wie die zeitversetzte Feststellung, dass auch bei PU „keine Geschenke“ verteilt werden und viel getan werden muss und sich vor allem am Anfang kein Erfolg (Was ist Erfolg?) einstellen will.

Mein Ziel, als ich mit PU begann, war einfach nur eine Freundin, dir mir gut gefällt, die ich attraktiv finde und in die ich verliebt bin.

Ein weiterer Antrieb war natürlich „Es“ endlich zu erleben:

Es ist ein komisches und frustrierendes Gefühl, wenn man knutschende Pärchen sieht und nicht weiß, wie sich ein Kuss anfühlt. Was es bedeutet mit einer Frau zusammen nackt im Bett zu liegen. Ihre Muschi zu lecken und zu hören, wie sie deinen Namen stöhnt. Mit einem Mädchen händchenhaltend durch die Stadt zu laufen. Oder einfach mal nur zusammen auf dem Bett zu chillen und einen Film zu gucken.

Zurück zum Approachen.

Viele Wochen später, nach unzähligen Sets, hatte ich dann 14 Nummern. Zwar auch 2 Dates, aber keinen Kuss, keinen Sex und immer noch keine Freundin! Heute weiß ich, dass ich bei einigen Nummern mehr Zeit hätte investieren müssen. Zwar bekommt man auch manchmal Dates, trotz kurzen Zeitspannen, aber je mehr Zeit ihr mit der Frau verbringt, desto höher ist die Wahrscheinlichkeit, dass ihr die Frau wieder sehen werdet.

Es war eine schwere Zeit für mich. Viele Aspekte bei PU machen keinen Spaß und sind unangenehm, z.B. Flakes oder wenn das gedatete Mädchen „enttäuscht“. Mir fällt da als Beispiel ein Mädchen ein, dass als liebstes Hobby „Fernsehgucken“ angab.

Das Date war so für mich ziemlich schnell gelaufen. Relativ creepy versuchte ich im Laufe des Abends dennoch den KC. „Zum Üben“ wie es einem Anfänger oft gepredigt wird. Obwohl sie positiv reagierte, „Mir fällt es schwer zu widerstehen, aber ich mache so was beim ersten Date nicht“ versuchte ich es so oft, bis sie sauer auf mich wurde. Ich sah sie nie wieder😀

Durch positive Referenzerfahrungen kann man die Wirkung negativer Aspekte bei PU vermindern. Wenn es scheiße läuft, hat man die Chance sich an vergangene Erfolge zu erinnern und schöpft so neuen Mut weiterzumachen.

Im Juli 2012 hatte ich meinen ersten KC. Es war auf einem Seminar, welches ich durch mein FSJ absolviert hatte. Es waren 50 Teilnehmer, alle in meinem Alter, 10 davon Frauen. Ein Mädchen laberte ich relativ viel voll, es hatte sich so ergeben, es war nicht geplant, dass ich sie „game“.

Am Abend, als alle in die Discothek zogen, waren sie und ich betrunken genug um eng miteinander zu tanzen. Ich fand ihren Körper geil, Ihr Gesicht war durchschnittlich. Jedenfalls steckte sie mir nach längerem engem Tanzen die Zunge in den Hals.

Es war nicht so geil wie ich es mir bis dato immer vorgestellt hatte (Inzwischen küsse ich gerne!).

Ich war eher geschockt, Zähne in einem fremden Mund zu spüren. Ich brach das Rumgelecke ab und ging. Ich war total überfordert mit der Situation. Was auch vollkommen okay ist.

Viele neue Situationen überfordern Menschen am Anfang.

Im August stand dann auch schon fest, dass ich meine Heimatstadt zwecks Studiums verlassen werde. Ich würde am anderen Ende Deutschlands leben, sechs Autostunden von zu Hause entfernt.

Im September 2012 machte ich nur noch wenig aktiv PU. Es war klar, dass ich nur noch wenige Wochen in der Stadt sein werde und wollte in der neuen Heimat dann wieder durchstarten. U.a. begleitete ich Liefner noch einmal im Club um mich inspirieren zu lassen. Meine Aufgabe war es, nach sehr kurzem Gespräch sofort zum Makeout anzusetzen. 3-4 Mal versuchte ich es und wurde immer geburnt.

Als ich mich an diesem Abend von Liefner für längere Zeit verabschiedete, sagte er zu mir:

„Dannyy, du schaffst das schon“.

Er sollte Recht behalten.

In meiner neuen Stadt machte ich am Anfang sehr, sehr viel Daygame. Ich würde es eher „Unigame“ nennen.

In dieser kleinen Studentenstadt gab es unzählige neue Studenten und überall Veranstaltungen: Kneipentouren für Erstis, Stadtführungen, Ersti-Hütten und so weiter. Ich war total fixiert auf Frauen, ich machte kaum männliche Bekanntschaften. Männer waren mir total egal, es zählten die Frauen, mehr nicht.

Auch hier gab es ein Lair. Doch waren die Leute hier ganz anders. Es wurde mit „Erfolgen“ geprahlt, „Schwanzvergleiche“ angestellt und ziemlich abfällig über Frauen gesprochen. Alles Clubgamer, niemand macht „Daygame“ hier. Nachdem ich das Lair zweimal begleitet hatte, stand für mich fest, nur noch alleine zu approachen.

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© sokaeiko / pixelio.de

Auf Clubgame hatte ich wenig Lust, mir gefiel es lieber situativ in der Uni zu öffnen.

Der Oktober war sehr hart für mich. Es kam „nichts“ bei rum, so jedenfalls mein Eindruck. So hatte ich zum Beispiel einen Tag, an dem ich 5(!) Nummern mitgenommen hatte. 4 davon flakten sofort und schrieben nicht zurück, auf eine Nummer hatte ich keine Lust.

Man tat das weh.

Außerdem musste ich schnell feststellen, dass die Stadt ziemlich klein war. Es liefen einem ziemlich schnell die gleichen Sets über den Weg. So kam es, dass mir ein Mädchen über den Weg lief, die mich geflaked hatte und mir dann nochmal ins Gesicht sagte, als sie mich sah, dass es nichts werden würde.

Man tat das weh.

Den Qualen des Oktobers sollten ein genialer November und Dezember folgen.

Im Laufe der Zeit hatte ich mit einem halben Dutzend verschiedener Frauen mehrere Dates:

So approachte ich Mitte November ein Mädchen in der Uni-Bibliothek. Sie lernte Vokabeln und ich fragte sie als Opener, warum sie verschiedene Farben bei Ihren Karteikarten verwenden würde. Sie war so mega on, wie noch kein Mädchen zuvor. Wir unterhielten uns 90 min. und am nächsten Morgen hatte ich eine Nachricht von ihr in meinem Postfach.

Ich wäre das Beste gewesen, was ihr an diesem Tag passiert sei, sie würde mich mögen und will mich schnell wieder sehen. Die Nachricht war in ihrer Länge und vom Inhalt her sehr needy, aber zu diesem Zeitpunkt sehr dankbar für mich. Endlich eine Frau, die mir klar sagte, dass sie auf mich stehen würde, kein „Hard to get“, keine kurzfristigen Absagen vor Dates mit merkwürdigen Begründungen.

Beim zweiten Date mit ihr gab es das Makeout. Es war ein ziemlich geiles Gefühl zu sehen, wie scharf das Mädchen auf mich war. Nach einigen weiteren Dates schlief ich mit ihr.

Ich hatte meinen 1.Lay.

Das Gefühl danach war cool. Ein gewisser Stolz breitete sich in mir aus. Immer und immer weiter gemacht zu haben, Niederlage um Niederlage, Abfuhr um Abfuhr und irgendwann doch die Ernte der gesäten Saat zu bekommen.

Ich fand das Mädchen toll und mochte sie total gerne und fand sie auch „geil“. Jedoch war ich nicht verliebt in Sie. So ergab sich, dass sie meine erste Freundin wurde. Ich wusste aber, dass ich sie sofort für eine „bessere“ verlassen würde.

Ich hatte ein total schlechtes Gewissen, fühlte mich wie ein Arschloch, niemand hat verdient so verletzt zu werden.

Ein Konflikt, dem sich jeder PU´ler bewusst werden muss. Mir fällt es bis heute schwer mit meinem Gewissen in dieser Hinsicht umzugehen.

So datete ich also weiterhin andere Frauen.

U.a. ein Mädchen, das ich beim Uni-Yoga approacht hatte. Nach der vierten Yoga-Stunde fragte sie mich nach meiner Nummer, wir hatten mehrere Dates, bis sie den Vorschlag machte, bei ihr einen „Tee zu trinken“.

Es wurde mehr als nur Tee trinken.

Im Verlauf des Dates vielen wir übereinander her und machten heftig rum. Irgendwann unterbrach sie und wollte wissen, was zwischen uns sei.

Sie sagte mir, dass sie keine Beziehung mit mir will und einen Freund hätte. Ich sagte ihr, dass ich ebenfalls eine Freundin hätte, wir uns aber trotzdem regelmäßig treffen könnten um „ein bisschen Spaß“ zu haben.

Sie war einverstanden und warf sich wieder auf mich, wir machten wieder heftig rum.

Doch ich zog es nicht durch. Ich war total geschockt, mit der Situation überfordert. Meine Realität war gesprengt.

Ich hatte das Mädel total anders eingeschätzt. Schüchtern und nett, zurückhaltend. Niemals im Leben hätte ich angenommen, dass sie einfach nur von mir gefickt werden wollte.

Von mir!

Ich sagte ihr, dass ich an diesem Abend nicht bereit dafür sei und schlug ihr einen neuen Termin einige Tage später vor. Sie sagte zu. Auf dem Heimweg fluchte ich die ganze Zeit vor mich hin. Die Wahrscheinlichkeit, den Lay verschenkt zu haben, war groß.

Am besagten Tag schrieb sie mir, dass es ihr nicht gut gehen würde.

Haha, Du Idiot selber schuld, das war´s.“

Ich hielt mehrere Wochen SMS-Kontakt zu ihr. Bei meinem letzten Vorschlag sich zu treffen, schrieb sie mir, dass sie ein schlechtes Gewissen wegen ihres Freundes hätte und es doch nicht ginge.

Lernt daraus Leute!

So fuhr ich Ende Dezember zufrieden in meine Heimatstadt zurück und verbrachte dort Weihnachten und Silvester und ließ das Jahr 2012 Revue passieren.

Es war ein verdammt gutes Jahr. Vielleicht das wichtigste, bis zu diesem Zeitpunkt.

Als ich in den ersten Januartagen wieder zurück in „meine Studentenstadt“ fuhr, freute ich mich auf Zärtlichkeiten mit meiner Freundin. Doch über Weihnachten hatte sich anscheinend ganz schön was getan bei ihr. Schon vor dem Jahreswechsel fiel mir auf, dass ihre Familie versuchte ein wenig ihrer Euphorie zu bremsen (Sie wohnte noch zu Hause).

Natürlich bleibt das alles Spekulation und Interpretation meinerseits. Vielleicht hat sie auch einfach nur gemerkt, dass ich nicht so cool bin, wie sie dachte?

Ich weiß es nicht.

Zumindest spielte sie auf einmal „Hard to get“, hatte keine Zeit sich zu treffen. Sie sagte mir öfter als einmal kurzfristig ab und jedes Mal war die Begründung ziemlich komisch. Durch die vielen Nummern, die man gesammelt hat, die dann flaken, fällt es leichter einzuschätzen, ob die Ausrede plausibel ist oder nicht. Bei ihr hatte ich nicht das Gefühl.

Wenn wir uns fortan sahen, war sie komisch drauf, war distanzierter. Sicherlich hätte ich dem ganzen mehr auf den Grund gehen können. Aber ich hatte keine Lust darauf

Schon längst hatte ich eine Alternative, die mir deutlich besser gefiel🙂

Eine Blondine, welche ich vor vielen Monaten bei einer Studenten-Stadtführung angesprochen hatte, lief mir bis Januar 3-4 Mal auf dem Campus über den Weg.

Wir machten immer ein bisschen Smalltalk, sie gefiel mir verdammt gut. Das Interessante war, dass sie damals bei der Stadtführung eher abweisend war, ich damals keine Kontaktdaten von ihr bekam. Stattdessen holte ich mir die Nummer von ihrer Freundin, die mir viel weniger gefiel. Die Freundin datete ich zweimal, es war total langweilig und es geschah nichts. Über die Freundin kam ich an die Kontaktdaten von „meiner Blondine“. Wir schrieben über FB ein bisschen hin und her, es lief ganz gut.

Mitte Januar hatte mir meine Freundin mal wieder kurzzeitig für das Wochenende abgesagt, so dass ich mich entschloss, die Blondine zu fragen, ob wir zusammen Mittag essen gehen wollen. Sie sagte zu und wir trafen uns in der Stadt. Während des Essens schlug ich vor, danach noch einen Kaffee bei mir zu trinken.

Mit Erfolg. Wir tranken dann zusammen „Kaffee“.

Ich war total aufgeregt, nervös und mein Herz pochte wie verrückt. Aber mein Makeout-Versuch wurde belohnt, sie machte sofort mit, wir machten stundenlang in meinem Bett rum.

Einen Tag später, am Sonntag, fiel dann auch ihr Höschen.

Und alles das, nachdem sie auf der Stadtführung so abweisend war. Meine Euphorie in den nächsten Tagen war gigantisch. Ich gab meiner alten Freundin einen Laufpass und machte „die Blondine“ zu meiner neuen Freundin.

Sie ist es bis heute.

Seit dem ersten Kuss mit ihr habe ich keine anderen Frauen mehr approacht. Wie es hinsichtlich PU weiter geht weiß ich nicht. Momentan bin ich mit der Situation sehr zufrieden, so wie sie ist.

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Wenn ich mir anschaue, wo ich vor einem Jahr stand und wo ich heute stehe, bin ich Stolz und zufrieden mit mir.

Auch fernab des Themas Frauen verändert man sich positiv, mein Selbstwertgefühl hat sich total verändert:

– Ich mag mich selbst.

– ich finde mich inzwischen attraktiv

– ich bin deutlich extrovertierter

– ich nehme das Heft öfter in die Hand und übernehme Aufgaben

– Ich bin zufriedener mit meinem Leben

Es ist cool, was man in einem Jahr alles verändern kann. Nehmt euch diese Geschichte als Motivation und Anregung!

Abschließend danken möchte ich allen Leuten aus meinem Heimatlair, die mich aktiv begleitet haben. Auch wenn es nur 1-2 Daygames, oder doch deutlich mehr war, Ihr alle habt mich damit unterstützt und weiter gebracht!

Hier mal „namentlich“ erwähnt: Kaipirinha, csn, schweiger und liefner, sowie alle anderen, deren Nicknames ich nicht kenne😀

Ganz besonders danken möchte ich MrGo.

Deine regelmäßige Unterstützung war Gold wert. Du hast einen großen Anteil an meinem Werdegang.

Ich wünsche allen Lesern viel Glück auf diesem steinigen Weg.

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© Fabian Voswinkel / pixelio.de

Seid Stark und mutig, bleibt dran und irgendwann werdet auch ihr belohnt werden.

– Dannyy

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5 Gedanken zu “Ein Jahr Pickup – Eine Geschichte

  1. wirklich ein epischer, großartiger Beitrag.
    Ich bewundere und habe echt Respekt vor deiner Geduld und deinem Social Game.
    Ich denke da könnte ich mir eine Scheibe von abschneiden, gerade von letzterem.
    Mach weiter so.

  2. Finde den Beitrag auch sehr gut. Hattest aber im Vergleich mit mir eigentlich noch ein bisschen leichter weil du halt grade ein Lair in der Nähe hattest.
    Das Problem mit dem schlechten Ruf und der kleinen Stadt habe ich leider auch.
    Beziehungsweise es regt mich auf das ich nichts neues mehr ansprechen kann weil die Stadt einfach zuwenig Einwohner hat.
    Ich selber bin auch 19. Kriege fast immer nen Kuss hin in der Disco ect. Bisher aber noch nie nen Lay hingekriegt😦.
    Dates hatte ich vielleicht insgesamt 4-5. Wobei ich nie das Problem hatte das Sie kurz vor dem Date flaken.Eher das
    Sie wenn ich die Nummer geholt habe und mich melden will. Sie ned abnimmt und nicht zurückschreibt. Oder ich es beim SMS schreiben verkacke. Wie ich Whatapps ect. hasse😦.

  3. Das sind doch die Beiträge, die einen selbst nicht verzweifeln lassen. Ich hoffe mal, das die Leute vom Lair wo es für mich hingeht ebenso cool drauf sind.

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