Pickup Segnungen im Alltag II

Vor kurzem habe ich ein 6-monatiges Praktikum abgeschlossen.
In den 6 Monaten habe ich mich extrem gut entwickelt. Ich würde sogar behaupten, dass ich mich in den 6 Monate mehr entwickelt habe als ein Durchschnittsmensch. Aber wie kommt das?

Am letzten Tag meines Praktikums hatte ich ein Abschlussgespräch mit meiner Chefin, in dem ich ein Feedback von ihr erhalten sollte und eine abschließende Bewertung, auf der dann das berühmte Arbeitszeugnis basieren würde.

Meine Chefin lobte vor allem eines:
meine hervorragende Selbstreflektion.

Selbstreflektion ist nichts anderes als ein Nachdenken über sich selbst. Ein ehrlicher Blick, auf das, was ist.
Ein ehrlicher Blick auf die eigenen Schwächen und die Fähigkeit, sich diese selbst, aber auch anderen gegenüber einzugestehen.
Daraus entsteht dann die Möglichkeit sich bewusst zu entwickeln und an diesen Schwächen zu arbeiten. Zum Teil auch mit der Hilfe anderer.

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© Gerd Altmann / pixelio.de

Für viele Menschen ist der schwierigste Teil des Ganzen sich Schwächen überhaupt einzugestehen.
Viele erkennen sie nicht einmal, weil sie noch nie versucht habe einen kritischen Blick auf sich selbst zu werfen.
Warum? Weil dieser Blick verdammt weh tun kann.
Menschen belügen sich selbst lieber ein Leben lang, als der Wahrheit ins Auge zu schauen und den eigenen Dämonen entgegenzutreten.

Anderen Menschen gegenüber eigene Schwächen zeigen und Fehler einzugestehen? Unmöglich … das Ego der meisten Menschen ist dafür viel zu groß.

Ich habe das aber getan.
Schon zu Beginn des Praktikums bin ich meiner Chefin ehrlich entgegentreten und habe ihr klar und deutlich versucht zu vermitteln, an welchen Stellen es
bei mir hapert. Z.B. dass ich unspontan bin. Ich habe sie darum gebeten im Laufe des Praktikums meine Unspontaneität zu testen. Was sie auch getan hat.

Ich habe mir selbst gegenüber und auch ihr gegenüber eingestanden, dass ich mich in vielen Arbeitssituationen unsouverän und verunsichert fühle.
Dass ich manchmal das Gefühl habe, ich könne mich nicht durchsetzen.

Natürlich ist mir das nicht leicht eingefallen.

Nach so manchem Gespräch hatte ich ein verdammt schlechtes Gefühl.
War es vielleicht ein Fehler einen Menschen mit so vielen Schwächen einzustellen?

Selbstreflektion bedeutet aber auch sich seiner Stärken bewusst zu werden. Und solche Stärken habe ich.
Diese habe ich auch offen kommuniziert, sodass ich immer ein Gleichgewicht halten konnte zwischen „Stärken kommunizieren“ und „Entwicklungspotenziale eingestehen“.

Meine Art vorzugehen hat sich am Ende als absolut erfolgreich herausgestellt.
Nicht nur, dass ich manche Schwäche erfolgreich aus dem Weg räumen konnte, so gab es eben dieses Lob im Abschlussgespräch:
ich hätte eine hervorragende Selbstreflektion.

Ein gutes Gefühl.
Das Resultat: ein sehr gutes Arbeitszeugnis.

Wodurch habe ich diese starke Selbstreflektion?

Natürlich durch Pick Up.

Vor Pick Up hatte ich mir nur schwer Schwächen eingestehen können. Und erst recht nicht anderen gegenüber.
Ich war ein Meister darin mich zu verstecken, vor allen möglichen Problemen.

Pickup Segnungen im Alltag II: Durch ständige Selbstreflektion sich der eigenen Stärken und Schwächen bewusst werden.
Dann an den Schwächen arbeiten, Entwicklungspotenziale auffinden, das eigene Ego fallen lassen und sich so kontinuierlich weiterentwickeln.

– liefner

Dazu: Pickup Segnungen im Alltag I

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