An: Die, die mir soeben beim Joggen begegnet ist.

Du hast mich an alte Zeiten erinnert.
All den Schmerz. Den du verursacht hast.
Du warst meine Hoffnung.
Ein bezauberndes Lächeln in schweren Tagen.
Du warst das Wasser, nach welchem ich mich so sehnte.
Nicht nur, wenn die Hitze des Lebens mich zu bedrohen schien.

Immer. Jeden Moment.

Diese Trockenheit. Ich wollte, dass du sie beendest.

Hoffen und Warten.
Warten, dass es bei ICQ „AO“ macht und wir wieder ein paar gemeinsame Stunden verbringen.
Diese Stunden waren schön. Auch wenn du mir fern warst. Nicht in meiner Nähe.
Keine Berührungen. Keine Intimität. Keine Küsse. Und … natürlich auch kein Sex.

Als du krank warst, war ich auch krank.
Irgendwie hatte ich Angst um dich.
Ich WOLLTE dich. Ich dachte du bist SIE. Meine Traumfrau.
Dich zu verlieren. Das wäre mein Grauen.
Egal, wie. Sei es nur ein Umzug. In eine andere Stadt.
Nein.
Ich wollte dich in meiner Nähe.

Meine Hoffnung war unendlich.
Sie war gefüllt von Tagträumen und Fantasien.
Wie wir gemeinsam auf einem Feldweg einfach so da liegen.
In einer Sommernacht.
Und in die Sterne blicken.
Wie ich dein Gesicht in meine Hände nehme, dich küsse.
Ein Kribbeln für die Ewigkeit.
Aber doch nur ein Geschenk meiner Fantasie.

Niemals Realität.

Zeichen.
Zeichen von dir, dass doch „was geht“.
Aber ich traute mich nicht.
Was, wenn ich dich verliere?
Was, wenn du meine Gefühle nicht erwiderst.
Angst, dass du auf ihnen herumtrittst.
Dass mein Herz platzt und verblutet.
Oder dass es gefriert.

Hoffen, dass er dich nicht kriegt.
Dieser Player. Ich hasse Player. Schau ihn an. Er will dir weh tun.

Warum willst du ihn?
Warum willst du nicht mich?

Warum erzählst du mir, dass du ihn fickst?
Warum frage ich, ob du ihn fickst?

Wieso tue ich mir selbst weh?

Irgendwann wirst du ihn verlieren. Und dann komme ich.
Irgendwann. Eines Tages. Dann wirst du mir das Wasser geben, nach welchem ich so lechze.

Und ich werde tief eintauchen.

Auf der Straße begegnet mir eine ältere Frau.
Sie hat einen fetten Arsch.

Sie erinnert mich an dich.
Weil dein Arsch heute auch so fett ist.

Glückwunsch. Du hast es geschafft.

Keine Träne hatte ich in all den Jahren um dich geweint!

Aber warum?

Wusste mein höheres Selbst vielleicht schon, dass du kein Grund zur Traurigkeit sein solltest?

Stattdessen ein Geschenk, ein Grund zum Feiern?

Wusste mein höheres Selbst vielleicht, dass du der Start warst in den größten Tanz meines Lebens?

Deine Abweisung, war mein Aufstieg.

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© Dieter / pixelio.de

Heute würde ich dich nicht mehr ficken.

Und weißt du auch warum`?

 

 

 

WEIL ICH HEUTE BESSERE FICKE

(Danke!)

– liefner

PS: Ich mag dich, du bist ein toller Mensch und hast ein bezauberndes Lächeln.

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3 Gedanken zu “An: Die, die mir soeben beim Joggen begegnet ist.

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