Immer und überall ansprechen

Jannis hat uns hier bei nng vor ein paar Tagen gefragt:

Wie schaffe ich es, im Alltag zu approachen?
“Geplantes Daygame funktioniert, auch directs. Aber wenn ich dann unter der Woche auf dem Weg zur Arbeit bin
und ein Set sehe mache ich es nicht….Angst ist RIESIG.
Wie lange habt ihr gebraucht, auch an “ungeplanten” Tagen zu approachen
und was war der Anlass/Moment endlich fast täglich zu approachen, auch wenn es “nur” (!) ein set pro tag ist?

Ich möchte versuchen deine Fragen zu beantworten.
Meine Antworten werden vielleicht etwas enttäuschend ausfallen.

Im Grund genommen ist die Integration von Pick Up samt Ansprechen in den Alltag nur eines:
Harte Arbeit! Und zwar beharrliche harte Arbeit!

Ich weiß, was du meinst.
Die ersten 1-2 Jahre hatte auch ich kaum Probleme bei einem „geplanten“ Daygame zu approachen, hab aber regelmäßig verkackt,
wenn neben mir in der Bahn ein heißes Mädchen saß, oder vor mir an der Kasse bei REWE stand oder mir einfach nur irgendwo über den Weg
gelaufen ist.

 Warum ist das eigentlich schwerer?

Pick Up hat viel mit FOKUS zu tun.
Wenn du rausgehst, zu einem Daygame, dann bist du FOKUSSIERT, im Besten Falle nur aufs Approachen. Du willst Frauen anquatschen, dir Nummern schnappen und vielleicht ein Instant-Date rausholen.

Diesen FOKUS hast du während des restlichen Tages aber nicht.
Auf dem Weg zur Arbeit denkst du vielleicht über die Aufgaben nach, die dir auf der Arbeit bevorstehen. Auf dem Weg von der Arbeit nach Hause
fühlst du dich erschöpft und denkst an dein Bett und an deinen Fernseher.
Dir fehlt also der FOKUS, der aufs Approachen gerichtete FOKUS.

Diesen FOKUS kannst du bewusst erzeugen. Es ist einfach nur eine innere Konzentration auf einen bestimmten Gegenstand: und das kann eben das Ansprechen sein.
Das heißt, wenn du von der Arbeit auf dem Weg nach Hause bist, kannst du dir innerlich vornehmen „Ich werde jetzt approachen.“

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© Andreas Reuter / pixelio.de

Schon hast du eine ähnliche mentale Situation erzeugt wie bei einem „geplanten“ Daygame.

Nun, das Problem ist, dass du diesen FOKUS nicht immer erzeugen kannst. Wäre das der Fall, könntest du ja an nichts anderes mehr denken
als ans Approachen und dein Leben würde entsprechend zusammenbrechen.

Es ist also ein Irrglaube, dass du mehr Approach Anxiety hast, wenn du in einer Alltagssituation eine Frau ansprechen willst.
Du bist einfach nur nicht in dem mentalen Zustand, in dem du bist, wenn du „geplant“ sargen gehst.

Das wäre erst mal das eine.

Ich habe gute 2-3 Jahre gebraucht, um in Alltagssituationen (relativ) konstant ansprechen zu können.
Was du letztlich trainieren musst, ist Approachen ohne den (eigentlich so wichtigen) FOKUS.

Was du brauchst in solchen Situationen: Willenskraft

Angenommen du bist auf dem Weg zum Zug. Du siehst von vorne, dir entgegenkommend, ein süßes Mädchen. Dein Zug fährt in 3 Minuten.
Wenn du irgendwas reißen willst, musst du sie JETZT SOFORT approachen.
Gedanklich bist du noch auf deiner Arbeitsstelle. Du siehst einfach nur eine Schönheit auf dich zukommen. In diesem Moment denkst du noch
nicht einmal daran, zu approachen, weil du gedanklich noch mit völlig anderen Dingen beschäftigt bist. Erst nach einigen Bruchteilen von Sekunden kommt der Gedanke.
Hier dann auf „Aktion“ umzuschalten ist wirklich schwierig. Ich bin mir ziemlich sicher, dass man das mit einer Magnetresonanztomographie auch aufzeigen könnte. Dein Hirn ist in dem Moment einfach nicht „bereit“.

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© Gerd Altmann / pixelio.de

Das einzige, was dir helfen kann, ist deine Willenskraft.

Du musst dir jedes Mal innerlich einen Stups geben: „JETZT“.

Neben solchen Approach-Möglichkeiten, wo für dich nur eine sehr kurze Reaktionsmöglichkeit besteht, gibt es noch die „verzögerten“ Sets.

Mit „verzögert“ meine ich, dass du mehr als 10-20 Sekunden Zeit hast, um das Mädchen anzusprechen. Auch hier geht es natürlich um Willenskraft.

Da dir aber etwas mehr Zeit zur Verfügung steht, solltest du dich in solchen Situationen an deine „Mission“ erinnern.

Wieso machst du Pick Up?
Was ist dein Ziel? Wird dich dieser Approach deinem Ziel näher bringen?

Wenn dir deine Entwicklung wichtig ist, wirst du approachen.
Wenn nicht, dann wirst du dich schlecht fühlen.
Das ist auch okay.

Du musst dich so schlecht fühlen, dass du es beim nächsten Mal dann machst, weil du dich nicht nochmal so schlecht fühlen möchtest.

Jetzt kommt der Punkt:

Du kannst dich aber nur schlecht fühlen, wenn du dir vorgenommen hast deine Approach-Skills im „Alltag“ zu verbessern.

Und hier wären wir beim Ursprung allen Erfolges im Alltags-Approaching:

du musst dir den VORSATZ stellen, dass du ab jetzt auch lernen möchtest im Alltag zu approachen.

Ganz ganz wichtig.
Die meisten PUAs nehmen sich das Ganze nämlich gar nicht erst wirklich vor.
Es reicht ihnen, wenn sie 1 Mal die Woche mit dem Lair sargen gehen.
Du musst aber mehr als das wollen, um wirklich erfolgreich werden zu können!!

Das war auch mein Anlass/Moment, nach dem du fragst. Ich wusste, ich muss immer und überall ansprechen können, um richtig gut zu werden!

Ein anderer Punkt ist:
Jedes Mal, wenn du dich schlecht fühlst, weil du nicht approached hast, musst du dir später auch verzeihen, dass du nicht approached hast.
„Verzeihen“ finde ich extrem wichtig, denn es wird immer mal wieder Situationen geben, in denen dir die Zeit fehlt oder du zu mies drauf bist,
um anzusprechen.

Außerdem: Beginne klein und rechne mit Rückfällen.

Ich habe es anfangs geschafft 1-2 solcher Approaches in der Woche (!) zu machen, irgendwann wurden es mehr, aber zwischendurch wurden es auch wieder weniger.
Wichtig ist, dass du merkst, dass du dich innerlich wandelst und auch wenn du nicht approached hast, zumindest das Gefühl bekommst, dass du „kurz davor“ warst.
Dann gilt es dran zu bleiben.

Du kannst diese Entwicklung nicht vom einen Tag auf den anderen vollführen. Sie brauch Zeit und du brauchst Zeit.
Nimm dir diese Zeit.

Deine Aufgabe:
Approache über die ganze nächste Woche verteilt 3 Sets in Alltagssituationen. Ob in der Bahn, beim Bäcker oder auf der Straße. Zwinge dich dazu und sei gut zu dir. Bedenke: es müssen nicht gleich die heißesten Mädels sein.

– liefner

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8 Gedanken zu “Immer und überall ansprechen

  1. Guter Post. Mir fällt es auch immer schwer aber ich glaube es hat auch einfach viel zu tun damit das ich eine Gewisse Angst habe als Freak zu gelten also die Frauen wo ich angesprochen habe plötzlich täglich sehen würde und die mit anderen überen mich lachen würden und es heissen würde boah is doch der wo ..blabla..
    Das Gefühl von schlecht fühlen kenne ich. Aber ich fühle mich dann eher so das ich mich frage wieso ich Sie nicht angesprochen habe. Weil es hat potenziel soviele Frauen die mir gefallen und am Tag rumlaufen ich kann ja auch nicht alle ansprechen. Wobei ich mich da auch selber in den Arsch beissen muss das wenn ich anspreche wirklich eine Frau anspreche wo mir gefällt und nicht als Excuse eine anspreche wo ich sowieso schon vorher weis das ich wohl sehr gut ankomme Sie mir aber nur mittelmässig gefällt.

  2. Ich bin heute auf euren Blog gestoßen. Sehr interessante Beiträge, viele Erkenntnisse u. Stories aus einer anderen Perspektive.
    Danke😉

  3. So hab das mal ne Zeit lang ausprobiert. Ist ne gute Sache, kostet aber jedesmal eine Heidenengie, bin danach immer völlig kaputt. Von einem approach!

    Öfter ist es so, dass ich ein Hottie sehe, überlege und überlege ob ich sie mache und habe dann oft social pressure als ausrede. Während der Paar Sekunden, die ich in dieser Situation bin, steigt mein Adrenalinpegel teilweise ins unermessliche.

    Wird es in Zukunft, wenn ich weiter dranbleibe, so sein, dass ich den adrenalinaustoß und die damit verbundene Angst besser kontrollieren kann.

    „Bringt“ mir da auch ein Daygame mit Nullern was bzw. an Tagen wo ich kurz vorm approach eingeknickt bin, wenn ich kurz davor war, also die Angst gespürt habe?

  4. So hab das mal ne Zeit lang ausprobiert. Ist ne gute Sache, kostet aber jedesmal eine Heidenengie, bin danach immer völlig kaputt. Von einem approach!

    Öfter ist es so, dass ich ein Hottie sehe, überlege und überlege ob ich sie mache und habe dann oft social pressure als ausrede. Während der Paar Sekunden, die ich in dieser Situation bin, steigt mein Adrenalinpegel teilweise ins unermessliche.

    Wird es in Zukunft, wenn ich weiter dranbleibe, so sein, dass ich den adrenalinaustoß und die damit verbundene Angst besser kontrollieren kann.

    “Bringt” mir da auch ein Daygame mit Nullern was bzw. an Tagen wo ich kurz vorm approach eingeknickt bin, wenn ich kurz davor war, also die Angst gespürt habe?

  5. Je häufiger du das machst, umso leichter wird es dir fallen und umso geringer Angst und Adrenalinausstoß. Je nach deiner augenblicklichen Stimmung wird es dir auch nach vielen hundert Approaches z.T. schwer fallen eine Frau anzusprechen. So geht es mir z.B. wenn ich gerade sehr unsozial drauf bin und den ganzen Tag mit niemandem gesprochen habe. Es ist dann aber nicht mehr diese massive Aufregung, sondern eher ein starker innerer Widerstand wie bei einer sehr unliebsamen Aufgabe.

    Versuch Daygame mit Nullern zu vermeiden. Gut, du bist zumindest rausgegangen und hast die Angst gespürt. Bedenke aber: Mit allem was du tust, konditionierst du dich selbst. Wenn du regelmäßig rausgehst und nicht approacht ist das mit Sicherheit besser als zuhause zu bleiben. Aber dein Kopf registriert: Normalzustand = Rausgehen und nicht approachen. Es kann schnell eine Gewohnheit werden und du wirst wieder extra-Energie brauchen, um sie zu brechen.

    Wenn du nicht gleich mit Hotties sprechen kannst, werde warm. Sprich alte Omas an, sprich Fatties an. Du wirst dadurch warm und es wird dir nach einigen dieser ruhmlosen Aufwärmsets deutlich leichter fallen, das Hottie anzusprechen.

  6. Gerade erst den alten Beitrag gesehen.

    „So geht es mir z.B. wenn ich gerade sehr unsozial drauf bin und den ganzen Tag mit niemandem gesprochen habe. Es ist dann aber nicht mehr diese massive Aufregung, sondern eher ein starker innerer Widerstand wie bei einer sehr unliebsamen Aufgabe.“

    Du sprichst mir aus der Seele, Schweiger.
    Ich mache fast mein komplettes Daygame im Alltag (meistens auf dem Weg zur Arbeit mit dem Rad). Selten gehe ich gezielt in die Stadt dafür. Die Approaches selber fallen mir meist leicht (klar, ab und zu auch mal heftiges Herzklopfen), aber ich spüre sehr oft diese Unlust, überhaupt loszuradeln.

    Ich mache mir da selber viel Druck: Ich weiß, dass ich die meisten Approaches machen werde. Auf der anderen Seite verzeihe mir wenig. Deshalb bringt jede Bewegung in der Öffentlichkeit unbekannte Aufgaben mit sich (Welche Frau muss ich wann, wie, wo ansprechen?). Das belastet mich irgendwie.😉

    Für mein Game ist mein Ehrgeiz und meine Willenskraft sicher gut; aber sie nimmt mir auch ein Stück meiner Lockerheit & Entspanntheit im Alltag.

  7. Pingback: Ansprechen – Der lange Weg zum ersten Mal

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