Verkäuferinnen ansprechen I

Vor einiger Zeit habe ich ein Video von Todd (RSD) gesehen, in dem er beschreibt, wie man erfolgreich Verkäuferinnen, Kellnerinnen usw. anspricht. Meine erste Reaktion damals: Das klappt nicht, weil jeder Verlierer diese Frauen dumm anlabert.

Aber das Konzept klang doch einleuchtend, daher schreibe ich es hier vor allem für mich selbst zusammen.Soll heißen, es gehört zu den 100 Sachen, die ich noch erproben will.

Zielsetzung: Konzept hier beschreiben, bis Ende Juni zweiter Beitrag wie es gelaufen ist. Leser sind herzlich willkommen, ihre Erfahrungen als Kommentar zu posten oder uns zu mailen –> nng.blog@web.de.

Zielgruppe: Frauen, die angestellt sind, weil sie gut aussehen. Bei unseren amerikanischen Kollegen ist diese Spezies auch als „hired guns“ bekannt. Ihre Attraktivität bietet dem Arbeitgeber einen echten Mehrwert, der sich in klingender Münze bezahlt macht (wieviele Lullis kaufen etwas, weil sie die Verkäuferin heiß finden? Ich selbst habe das früher getan).

Chancen: Diese Frauen können nicht einfach weggehen. Restaurant, Bar, Geschäft – sie müssen mit uns reden und nett sein. Dafür werden sie bezahlt. Häufig spricht uns die Frau aktiv an (Kann ich dir helfen?). Dies nimmt uns die Arbeit des Ansprechens ab und gibt der ganzen Interaktion einen normaleren und damit chancenreicheren Charakter.

Schwierigkeiten: siehe oben – großer Wettbewerb. Jeder traut sich, weil sie keine richtige Abfuhr geben wird. Außerdem sind da die männlichen Manager und Kollegen. Diese haben häufig selbst ein Auge auf ihre heiße Kollegin geworfen und werden versuchen unsere Ambitionen zu unterbinden. Entweder durch direkte Störung der Interaktion oder indem sie dem Mädel später das Gefühl geben eine Schlampe zu sein, wenn sie mit einem Kunden anbandelt. Dazu später mehr.

2 Klassen von „hired guns“

  • Die Professionellen. Diese Frauen identifizieren sich stark mit ihrem Job. Jede Person, die Ihren Einflussbereich betritt (den Laden, den Tisch im Restaurant, die Bar) wird als Kunde angesehen. Sogar wenn wir ihr Typ sind – ihre Trennung von Arbeitswelt und Privatleben ist so strikt, dass alle Versuche ins Leere laufen. Hier geht nichts.
  • Der Rest. Der Rest dürfte klar die Mehrheit sein. Die meisten Angestellten (Männer eingeschlossen) begreifen ihren Job nur als notwendiges Übel, um Geld zu verdienen. Sie sind häufig gelangweilt und daher grundsätzlich offen für unsere Annäherung – wenn sie denn richtig aufgezogen wird.

Vorgehensweise

Der Interaktion muss von Anfang an das richtige Vorzeichen verpasst werden. Es gilt unter allen Umständen die starre Struktur Verkäuferin – Kunde aufzubrechen. Es ist ihr Job uns als Kunden anzusehen und uns etwas zu verkaufen. Ob sie es will oder nicht, wird sie allein durch Gewohnheit immer wieder in diesen Frame zurückfallen.Es ist unsere Aufgabe, die Konversation zu reframen: von einer Konversation zwischen Käufer/Verkäuferin zu einer zwischen Mann/Frau.

Das Thema der Konversation ist ziemlich egal. Wir können uns z.B. in einem Kleidungsgeschäft über Bekleidung unterhalten.

Claudia Hautumm  / pixelio.de

Claudia Hautumm / pixelio.de

Die Unterhaltung muss aber echt sein. Durch Augenkontakt und Körpersprache zeigen wir klar, dass es um sie und nicht Bekleidung geht. Eine klassische Direct Line kann natürlich auch funktionieren.

Sobald wir merken, dass sie in ihren Verkäuferin-Frame zurückfällt („Wir haben dahinten zum Beispiel auch Straight-Leg-Jeans“) holen wir sie sofort zurück.

„Ich hasse es, wenn Leute mir etwas verkaufen wollen. Versuch für eine Minute normal zu sein“. „Lass das. Ich will deine echte Meinung hören und nicht die von deinem Chef“… Es ist in Ordnung, wenn sie sich schlecht fühlt für ihren Job und dass sie uns etwas verkaufen will. Das beseitigt auch wunderbar das sonstige Problem im Daygame – dort sind wir die Unnormalen, jetzt ist sie es!

Wir sind der Wolf im Schafspelz inmitten einer Schafherde. Und nur das Schaf direkt vor uns sieht das Raubtier – jeden Augenblick bereit loszuschlagen! Dadurch unterscheiden wir uns von den anderen 99 lahmen Anmachen, die sie an dem Tag schon gehört hat.

Ihre Zeit ist stark beschränkt. Sie kann nicht länger als einige Minuten bei uns verweilen. Daher früh nach der Nummer fragen, wenn es on ist. Ich weiß, dass du noch zu anderen Kunden musst. Das ist dein Job. –> Ihr zu zweit gegen den Rest der feindlichen Welt! Ich will dich wiedersehen. Gib mir deine Nummer. –> Doch es gibt Hoffnung!

Danach die Unterhaltung noch kurz weiterführen und dann beenden. Wichtig: Wir tun zwar alles daran, ihren Verkäuferin-Frame zu zerstören. Auf der anderen Seite dürfen wir nicht vergessen, dass sie sich an ihrem Arbeitsplatz befindet. Wenn sie von Kollegen beobachtet wird, gebt der Unterhaltung nach außen hin den Anschein, als wäre es ein normales Verkaufsgespräch. Nur das Schaf direkt vor uns (d.h. sie) sieht das Raubtier!  –>„Deine Kollegen gucken schon rüber. Tu so, als würdest du mir etwas verkaufen“

Merkt euch die Nummer im Kopf, statt das Handy rauszuholen. Sobald ihre Kollegen merken, worum es geht, werden sie den Close entweder direkt oder im Nachgang zerstören.

Zusammenfassung:

  • Verkäuferin/Käufer Frame brechen. Wenn nötig mehrmals
  • Gleichzeitig respektieren, dass dies ihr Job ist und ihr die Möglichkeit geben, nach außen professionell auszusehen
  • Früh closen

Ein Feldreport bis Ende Juni!

Schweiger

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3 Gedanken zu “Verkäuferinnen ansprechen I

  1. da fällt mir ein, dass ich mal eine Verkäuferin NCed hatte.
    Ist aber schon sehr lange her. War auf einem Schützenfest bei so einer Pizza-Bude. Ich glaube aber nicht, dass sie als „hired gun“ durchgeht …….

  2. kurzes Update. Ich habe eine Reihe von hired-gun-approaches gemacht. Allerdings reichen mir die Erfahrungen noch nicht aus, um einen wertvollen Beitrag darüber zu schreiben.

    Fortsetzung daher später.

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