5-Meter-Brett. 1 Jahr danach

Vor einem Jahr habe ich diesen kleinen Artikel geschrieben.
Schweiger meinte damals, der Artikel wäre der größte Müll, den ich bis zum damaligen Zeitpunkt verfasst hätte.
Trotzdem kommt jetzt der Nachfolger.

Gestern waren Schweiger und Ich nämlich im Freibad.

Bedauerlicherweise war nicht allzuviel los.

Ich vermisse vor allem Frauen unseren Alters. Mir ist auch schon letztes Jahr aufgefallen, dass es von denen nur wenige ins Freibad schaffen.
Haben wirklich so viele Frauen Komplexe mit sich und ihrem Körper oder fehlt ihnen einfach die Zeit?
Von ersterem kann ich ein Lied singen.
In meiner Jugend bin ich nie ins Freibad gegangen: einfach weil ich mich unwohl gefühlt habe. Ich fand meinen Körper nicht gut genug dafür.

Umso schöner, dass ich heutzutage im Freibad einen entspannten Tag verbringen kann, samt einiger Approaches.
Wie gesagt, gestern ging da nicht viel.
Immerhin hatte Schweiger einen NC auf dem Weg ins Freibad herausholen können.

Manche von euch fragen sich vielleicht: wie soll ich im Freibad ansprechen?
Na ganz normal … wie sonst auch immer …

Ansonsten bieten sich auch ein paar nette situative Opener:
„Warst du schon mal auf der Turborutsche?“
„Komm, lass uns vom 5-Meter-Brett springen.“
„Da hinten ist ein Krokodil.“
 „Ich würde nicht ins Wasser gehen, es ist kochend heiß.“

Oder, wie wir in Spanien gesagt haben:
„Water hot, very hot. Like burning fire!“

Nun, irgendwann war es dann doch wieder Zeit sich auf dem Weg zum 5-Meter-Brett zu wagen und den Sprung ins Ungewisse zu riskieren.

Schweiger sprang wild entschlossen. Er zögerte nicht.
Ich hingegen habe einige Sekunden gebraucht, bis ich genug Mut fassen konnte. Immerhin waren es nicht Minuten, so wie im letzten Jahr.

Ich möchte eines dazu sagen:
Auf Außenstehende wirke ich vielleicht etwas weich.
*Steht der liefner da oben ewig rum und wenn er springt dann wie so ein steifer Holzbalken.*
Aber wisst ihr was?
Es ist mir egal. Es ist mir echt egal.

Schweiger springt sofort. Warum?
1. vielleicht empfindet er keinerlei Angst, das kann sein.
oder 2. ich glaube viele springen sofort, weil sie gegenüber den Leuten, die zuschauen, nicht als „Schwächling“ dastehen wollen.

Schweiger meinte, ich hätte einen niedrigen Drang nach Wettbewerb. Da ist was dran.

Es ist mir echt egal, ob die anderen schneller springen und es ist mir echt egal, dass die anderen „cooler“ springen.
Für mich persönlich zählt nur, dass ich gesprungen bin. Nicht immer (!), aber oft habe ich einfach keinen Sinn für Wettbewerb und Konkurrenz.

Bis 18 Uhr habe ich entspannt, ein bisschen gelesen (u.a. „Psychologie heute – compact: Ohne mich! Widerstand leisten gegen die Zumutungen der Zeit“),
und den Sonnenschein genossen. Eine kleine Auszeit von Pick Up und vom Leben. Oder ist das vielleicht das wahre Leben?

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© Norman Rönz / pixelio.de

Chillt einfach mal! Vor allem, wenn ihr die Zeit dazu habt und eure aktuelle Lebenssituation euch die Möglichkeit dazu bietet! Aber auch wenn ihr keine Zeit habt, ein paar Stunden in der Woche kann jeder finden. Es wird euch ein gutes Gefühl geben. Und falls nicht: Dann habt ihr ein Problem und ein falsches Verständnis vom „Faullenzen“.

– liefner

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