Tornado der Leidenschaft

Wir machen eine Zeitreise zurück in den März des Jahres 2010.

Steady und ich sind unterwegs und wollen an diesem Abend etwas ausprobieren, was unserem Opening-Game zum damaligen Zeitpunkt einen kleinen Schub verleihen sollte: den Tornado der Leidenschaft.

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Image courtesy of chrisroll / FreeDigitalPhotos.net

Inspiriert wurden wir dazu, wie so oft, von RSD. Genauer gesagt von RSD_Coach TIM. Tim sprach in einem seiner Seminare vom „Twister of Glory“ (glaube ich. leider weiß ich nicht mehr so genau, wie die Aktion im Original wirklich hieß).

Auf jeden Fall macht man dabei folgendes:

Man geht zu einem Set, hebt die Arm senkrecht in die Luft und dreht sich dabei im Kreis.

Die Mädels werden einen im ersten Moment natürlich etwas verdutzt anschauen, aber dann kommt die Auflösung:
„Mädels. Das, was ihr hier gerade gesehen habt …. IST DER TORNADO DER LEIDENSCHAFT“
Zu 90% gibt’s dann einen Lacher und ihr seid gut im Set.

Mit einem Satz wie „Der größte Teil meiner Leidenschaft war durch DICH verursacht“ kann man zum Direct umswitchen.
Was Steady und ich damals gerne gemacht haben, ist eine „Heirats-Routine“ nachzulegen.
„Oh mein Gott du bist so süß. Ich will dich heiraten.“
Steady war dann der Trauzeuge.

Was macht ein Paar, wenn es sich das „Ja-Wort“ gegeben hat?
Natürlich: Küssen
Und so hat man eine wundervolle Rechtfertigung, um das Mädchen küssen zu können.

Und das hat im März 2010 auch wunderbar geklappt.
Was ich damals nach einem KC oder NC immer gemacht habe, ist aus dem Set zu flüchten!
Natürlich oftmals ein Fehler. Nicht ohne Grund hatte ich damals keine SNLs.

In diesem speziellen Fall sollte ich dafür aber nicht bestraft werden.
Das Set samt „Tornado der Leidenschaft“, „Heirats-Routine“ und NC dauerte nicht länger als 10 Minuten.
Und es gab keinen Flake.

Ich kann mich nicht mehr an die Einzelheiten erinnern, aber nach etwa einer Woche hatten wir unser erstes Date.
An dieses kann ich mich aber noch ganz gut erinnern. Warum?
Weil man „verbal game“ damals einfach göttlich war. Ich hab reden können ohne Ende, hatte viele Routinen und Standard-Stories.
Wenn mich der Scheiß nicht irgendwann so dermaßen angefangen hätte zu langweilen, würde ich heute wohl immer noch vermehrt
auf Routinen und ein paar Standard-Stories setzen. (In Einzelfällen tue ich das natürlich immer noch, vor allem wenn ich mal einen schlechten
Tag erwische und mir absolut nichts kreatives einfällt).
Viele meiner Stories hatten damals auch Hand und Fuß und einen Sinn, der der Frau mehr oder weniger subtil irgendetwas über mich sagen sollte.

Das Date wird wohl 2 Stunden gedauert haben. Ich erinnere mich noch, wie HB meinte, ich solle nicht so dominant sein (natürlich ein IOI).
Warum hatte sie mich als so dominant empfunden? Keine Ahnung. Wahrscheinlich, weil ich so entschlossen war, was die Wahl unserer Eis-Location anbelangte.
Ansonsten hatte ich mich zu dem Zeitpunkt nämlich nicht sehr dominant gefühlt. Ein klares Zeichen dafür, dass es manchmal durchaus funktioniert eine Rolle zu spielen.

Ich hatte sie auch nicht versucht zu küssen. Damals dachte ich, das wäre ein Fehler gewesen. Heute denke ich mir: es war ok.

Nicht umsonst kam es dann zum zweiten Date. Und, dank des Vertrauens, welches ich bei unserem ersten Treffen aufbauen konnte, hatten wir uns vorgenommen, diesmal bei ihr in der Wohnung zu chillen.
Vorher aber hatten wir uns bei Burger King getroffen. Und das war ein Fehler.
Zumindest was meine Geilheit anging. Die Gute hatte sich nämlich zwei dicke Burger reingehauen, was irgendwie unsexy war (nein, sie war nicht fett!!!!).

Dann gings ab zu ihr.
Bisschen Fernsehen geguckt und auf ihrer Couch gechillt.
Es ging dann recht flott und wir landeten in ihrem Bett.
Beim Küssen spürte ich ihren Burger. War nicht so toll.

Dann wollte ich sie lecken.

GROßER FEHLER.

Dieser Geschmack ….. eine Mischung aus Salz, Schweiß, Urin und Fisch.

Bis heute habe ich eine leichte Phobie davor, eine Frau oral zu befriedigen.
Bin ich da der einzige?
Zumindest habe ich oft das Gefühl, es wäre so.

Ich konnte damals einfach nicht weitermachen und brach die „ganze Sache“ ab.
Mein kleiner wurde wirklich VERDAMMT klein und meine Geilheit rutschte ins Negative.

Ich wollte sofort weg. Fand das aber entschieden zu gemein und verbrachte noch weitere 10-15 Minuten bei ihr.

Ich erinnere mich noch daran, wie ich zu ihr meinte: „Gott, war das guter Sex. Hast du ’ne Zigarette??“

Wenn ihr mal so richtig abkackt (keine Erektion, sofort gekommen, etc.), tut einfach mal so, als wenn es trotzdem geil gewesen wäre.
Nichts ist schlimmer in einer solchen Situation, als in Selbstmitleid zu verfallen.
Und bewahrt euch davor Dinge zu sagen wie „tut mir leid, beim nächsten Mal wirds besser.“, etc.
Es war gut PUNKT
Thematisiert es nicht weiter.

Ich hatte sie nach dem zweiten Treffen nicht mehr kontaktiert. Das ist mir verdammt schwer gefallen.

Als ich nämlich zur Tür bin und mich von ihr verabschiedet habe, sah ich, dass sie feuchte Augen hatte. Ein paar Tränen wollten schon kullern.

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Image courtesy of kjnnt / FreeDigitalPhotos.net

Ich drehte mich aber nur um.

Und ging.

– liefner

4 Gedanken zu “Tornado der Leidenschaft

  1. Verdammt ich liebe deine Beiträge! Ich finde es unglaublich, wie du einfache Dinge so wundervoll und Besonders machen kannst, wenn du sie beschreibst. Ich liebe deinen Stil.
    wollt ich mal loswerden.
    Du inspirierst mich.

    Gruß

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