Ich bin unsozial

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Image courtesy of suphakit73 / FreeDigitalPhotos.net

Wenn ich alte Freunde aus der Schule auf einer Party treffe versuche ich sie abzuwimmeln. Mich nerven diese „Und was machst du heute so?“-Gespräche.
Den Rest des Abends versuche ich meine Wege möglichst so zu gehen, dass ich ihre nicht mehr kreuze.

Ich hasse Männerabende. Weder interessiert mich Fußball, noch interessieren mich Autos. Ich habe auch keine Lust Karten zu spielen und dabei Bier zu trinken.

Ebenso sehr hasse ich „Sit-ins“ und „WG-Partys“. Warum? Weil mich der Großteil der Anwesenden einfach nicht interessiert. Ich fühle mich an einem solchen Abend unfrei. Es ist immer das Gleiche und es ist langweilig. Mit meinen Gedanken bin ich meist an einem ganz anderen Ort.

Um ehrlich zu sein, mich interessiert weder die Vergangenheit meiner UNI-Kommilitonen, noch was sie gestern
im Fernsehen geguckt haben. Genauso wenig Lust habe ich über Professoren und Seminare abzulästern.

Generell bin ich nur wenig begierig neue Menschen kennenzulernen. Weder Männer, noch Frauen. Nur schöne und interessante Frauen.

Mit Pick Up habe ich nicht angefangen um „sozialer“ zu werden. Mein einziges Ziel waren und sind attraktive Frauen. Ich scheiß auf social skills.
Zwar sind meine social skills gar nicht mal so schlecht, aber ich bin viel zu faul und müßig, als dass ich sie einsetzen wollen würde.

Wenn ich morgens mit dem Zug zur Uni fahre, setze ich mich in den Zug-Abteil, von dem ich weiß, dass die Wahrscheinlichkeit in ihm auf Kommilitonen zu stoßen am niedrigsten ist.

In Vorlesungen nehme ich am liebsten in der ersten oder letzten Reihe Platz.

In sozialen Situationen denke ich oft daran, wie schön es wäre, sich jetzt zu Hause auf die Couch zu legen und Fernsehen zu gucken. Ganz allein. Vielleicht mit meinem Hund.
Denn mit dem muss ich schließlich nicht reden.

Ich bin sehr gern allein. Ich lese sehr gerne, koche mir was, oder gehe ins Kino. Dabei fühle ich mich oft wohler, als wenn viele Menschen um mich herum sind.
Ich fühle mich dabei auch sehr frei und unabhängig.

Ich bin einer der unsozialsten Menschen, die ich kenne. Es ist nicht so, dass ich nicht sozial sein kann, aber mein Interesse daran ist einfach so verdammt gering.
In Zusammenhang mit Pick Up ist das ein großer Nachteil.

Mir fällt es schwer große Sets zu gamen, weil ich dann viel reden muss. Ich hasse es fette Freundinnen zu wingen und noch mehr hasse ich es mit Typen im Club zu quatschen.

„Social Guys“ nennen Schweiger und Ich solche Typen, die mit Freude neue Menschen kennenlernen und sozialisieren was das Zeug hält.
Diese „Social Guys“ kennen viele Leute und sind gesprächig.

Soziale Situationen sind ihr Metier. Sie blühen regelrecht auf. Soziale Situationen GEBEN ihnen Energie,
wohingegen soziale Situationen mir Energie NEHMEN, weil ich sie als anstrengend empfinde.

Ich bin sehr wählerisch.
Je heißer eine Frau ist, und je interessanter ich sie finde, desto besser wird mein Game.
Mit einer guten Frau verbringe ich sehr gerne Zeit. Dann trifft alles, was ich gerade geschrieben habe, nicht mehr zu oder nur sehr selten.

Auch wenn ich unsozial bin und meine Zeit gern allein verbringe, was einige Nachteile mit sich bringt.
Frauen kann ich trotzdem anziehen.

Vielleicht manch eine gerade WEIL ich unsozial und gern allein bin. Letzteres führt nämlich dazu, dass ich die Frau gar nicht so sehr brauche, wie sie es sich vielleicht wünschen würde.
Dass ich unneedy und emotional unabhängig bin.

Ich bin unsozial. Und es ist mir egal.

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– liefner

8 Gedanken zu “Ich bin unsozial

  1. großartig! Auch das Bild. Ich kümmere mich ebenso einen Dreck um Networking und social circle. Es ist ein Nachteil in Bezug auf PU, aber die Freiheit des Alleinseins werde ich keiner Frau opfern.

  2. Den Sinn dieses Artikels verstehe ich nicht wirklich. Denn wenn jemand wirklich unsozial und stolz auf diese scheinbare Unabhängigkeit ist, warum muss er dann einen Blogartikel schreiben und ihn mit anderen teilen? Es mag andere Gründe geben, aber technisch wird daraus wieder Interaktion mit anderen. Außer man sperrt den Kommentarbereich.

    Aber hin zum Thema wird mir auch nicht klar, welchen Gewinn man daraus ziehen soll, unsozial zu sein. Richtig ist es, sich selbst nicht zu wenig Wertschätzung entgegenzubringen. Das passiert auch dadurch, indem man einfach mal das Handy abschaltet und sich von anderen isoliert. Aber zieht Dir wirklich jede soziale Interaktion so viel Energie, dass Du einfach diesen Stempel “Ich bin unsozial” suchst, um Dir das zu ersparen? Ist es nicht eher bequem, diesen Ausweg zu suchen, statt sich der nicht so einfachen Aufgabe zu stellen, Kontakte und Freundschaften zu unterhalten (vor allem diese, die es wert sind)? Und sowas mag auch in einem Moment beginnen, den man vorher unterschätzt. Weil man andere unterschätzt.

  3. Zu Teil 1: nicht alle und nicht jeder Artikel muss einen Sinn haben! Außerdem ist Sinn subjektiv.
    Der hier jedenfalls soll im Kern zeigen, dass Erfolg mit Frauen auch dann möglich ist, wenn man keinen Bock hat groß sozial zu sein.

    zu Teil 2: Du hast Recht, dass die Aufgabe neue Leute kennenzulernen und Freundschaften zu vertiefen gar nicht mal so einfach ist. Und ja, ich versuche es mir zu ersparen. Frauen ansprechen ist auch nicht einfach. Das versuche ich mir aber nicht zu ersparen.
    Warum? Weil mir das eine Spaß macht (im Endeffekt) und ich dafür brenne, und für das andere eben nicht. Auch das ist sehr subjektiv, jeder kann sein eigenes Ding finden und machen.

    Wenn ich schreibe, dass ich „unsozial“ bin, bedeutet das nicht,dass ich keine sozialen Kontakte bräuchte. Jeder Mensch braucht sie, auch ein Liefner. Aber es sind halt nur sehr wenige bei mir. Wenige Freundschaften,dafür zumeist sehr gute. Darüberhinaus hab ich wenig Interesse an neuen Freundschaften (wobei diese so oder so entstehen,weil im Leben fließend Freundschaften vergehen und neue entstehen).

  4. Ein hervorragender Artikel!

    Dennoch resultieren aus dem Unsozialsein neben der vertanen Möglichkeit, über den Social Circle neue Frauen kennenzulernen, weitere Nachteile. Hier würde mich interessieren, wie Ihr damit umgeht?

    1. Wie erzählt man den Frauen von einem spannenden und sozialen Leben, wenn man eigentlich keines hat – bis natürlich auf das Approachen und Pickup?

    2. Dass man als unsozialer Mensch eine Frau anziehen kann, ist keine Frage. Aber wie kann man sie auf lange Sicht auch halten? Wie bringt man seine unsoziale Ader also in eine LTR ein? Denn die meisten Frauen wollen Euch sicher mit in ihren „langweiligen“ Social Circle ziehen.

  5. zum Thema Social Circle:
    klar, da gehen ein paar Möglichkeiten verloren. Allerdings ist die Auswahl im Social Circle ohnehin recht dürftig, außer man ist ein massiver Social Guy und hat einen sehr sehr großen Bekanntenkreis (was wiederum mehr Zeit kosten könnte als reines Cold Approach Pick Up) Deswegen nicht so tragisch.

    zu 1.:
    nur weil man unsozial ist, heißt das nicht, dass man kein interessantes Leben hat. Außerdem gibt es genügend Situationen, in denen ich sozial war und von denen ich erzählen kann (ich glaube nach dem Artikel denken jetzt viele ich hätte überhaupt keine Freunde, was halt falsch ist).
    Darüber hinaus muss ich der Frau gar nicht von einem spannenden und sozialen Leben erzählen …

    zu 2.:
    Die Frage kann ich dir nicht beantworten da ich zu wenig LTR-Erfahrung habe. Es ist mir schon ein paar Mal passiert, dass eine Frau mich in ihren Freundeskreis intergrieren wollte, z.B. mit ihren Freundinnen Cocktails trinken, WG-Abend etc. Ich habe das mitgemacht und es war in Ordnung. Also falls ich eine Freundin wollen würde, würde ich solche Abende schon überleben ….

  6. Kernbotschaft aus meiner Sicht: Liefner sozialisiert nur mit den wenigen Leuten, die ihm etwas bedeuten und nicht mit Leuten, die ihn langweilen. Mir geht es sehr ähnlich. Und ich glaube nicht, dass mir viel entgeht, indem ich auf „Männerabenende“ usw verzichte, auch nicht in Sachen Frauen. Es gibt natürlich mehr als genug Leute, die für mich interessant sind und mit denen ich gerne Zeit verbringen möchte. Aber

    1) sind sie rar gesät und daher schwer zu finden
    2) bin ich selbst vllt noch nicht interessant genug für sie

    statt meine Zeit mit Langweilern und Verlierern zu verschwenden, investiere ich sie lieber, um selbst wertvoller zu werden für mich und die wenigen, die mir wertvoll erscheinen.

    Fuck networking

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