Nebenjob

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Es ist mir ein Rätsel, weshalb viele Schüler und Studenten sich keinen Nebenjob suchen.
Ich glaube die meisten sind sich gar nicht über all die Vorteile und Lernchancen im Klaren, die ein Nebenjob einem bieten kann.
Klar benötigt es zu Beginn ein bisschen Motivation. Man muss Bewerbungen schreiben, sich auf der Arbeit einleben etc.
Aber schon diese ersten Schritte beinhalten einen gewissen Lerneffekt.
Bewerbungen zu schreiben erfordert Willenskraft, sich auf einen neuen Job einzulassen zwingt einen auch
immer seine alteingesessene Comfortzone zu verlassen.

Weitere Pluspunkte:

– ihr verdient euer EIGENES Geld. Glaubt mir, es macht echt einen großen Unterschied, ob ihr ins Kino geht und von eurem Geld zahlt oder Papa und Mama bezahlen.
– ein Nebenjob kann das Selbstwirksamkeitsgefühl steigern. Außerdem werdet ihr euch sicherer fühlen, wenn es später darum geht ins „echte“ Berufsleben einzusteigen
– ihr werdet sozial kompetenter, insbesondere was arbeitsbezogene Situationen anbelangt. Dazu gehören z.B. Konflikte mit Arbeitskollegen.
– ihr lernt mit herausfordernden Situationen und mit Arbeitsstress umzugehen.
– ihr werdet neue Leute kennenlernen.
– ein Nebenjob kann euch bei eurer Karriereplanung helfen. Vielleicht hilft er euch nicht unbedingt dabei herauszufinden, was ihr machen wollt, aber zumindest dabei, was ihr NICHT machen wollt.
– ein Nebenjob trainiert eure Willenskraft, Disziplin und Zuverlässigkeit.
– unter Umständen könnt ihr erste wichtige Kontakte für eure spätere Berufslaufbahn kennenlernen und pflegen.
– ihr bekommt Arbeitszeugnisse, die, wenn sie gut sind, einen positiven Einfluss auf spätere Bewerbungen haben können.
– Arbeit strukturiert eure Woche. Menschen fühlen sich besser, wenn ihr Wochenablauf zumindest in Ansätzen strukturiert und verplant ist.
– Arbeit aktiviert und hilft nachweislich gegen Depressionen und schlechte Laune.

Ich habe mit 14 meinen ersten Nebenjob gehabt und seitdem durchgängig mein eigenes Geld verdient.
In den (kurzen) Phasen der „Arbeitslosigkeit“ habe ich mich deutlich schlechter gefühlt, als mit Job.
Ich kann also jedem nur raten, den Arsch hochzukriegen und sich einen kleinen Job zu suchen.

Dabei müsst ihr bedenken: Es ist ein Nebenjob.
Ein Nebenjob sollte euch weder psychisch (zu sehr) belasten noch negativen Einfluss auf andere Lebensbereiche haben (Studium, Sport, etc.)
Ist das der Fall, kündigt, und sucht euch einen neuen Job.

– liefner

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3 Gedanken zu “Nebenjob

  1. Du hast mit allem Recht, was du schreibst.

    Jedoch will ich jede Stunde, in der ich weder studieren muss, Sport mache, mich mit Freunden treffe oder Dates habe, in mein GAME investieren. Der größte Spaß meines Lebens.

    Ich bin nicht süchtig, ich habe auch andere Hobbys. Allerdings ist meine Motivation, statt SARGEN, ARBEITEN zu gehen ziemlich gering, vorallem wenn ich auf das Geld nicht angewiesen bin.

    Weißt du was ich meine?

  2. glaube, dass die meisten gut sargen UND arbeiten gehen könnten. Auch du wahrscheinlich😛 Ein Nebenjob kann auch bloß 3-10 Stunden in der Woche in Anspruch nehmen😉

  3. Vielen Dank für den tollen Bericht.
    Ich beschäftige mich auch schon des längeren mit dem Thema und auf meiner Seite stelle ich zwei hoch interessante Projekte vor.
    lg
    Michael

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