Heiraten und Verliebtheit

Heiraten heißt das Mögliche thun, einander zum Ekel zu werden. […] seine Rechte zu halbieren und seine Pflichten zu verdoppeln. […] Heiraten heißt, mit verbundenen Augen in einen Sack greifen und hoffen, dass man einen Aal aus einem Haufen Schlangen herausfinde.“

„Alle Verliebtheit, wie ätherisch [fein, geistig] sie sich auch gebärden mag, wurzelt allein im Geschlechtstriebe.“

– Arthur Schopenhauer

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6 Gedanken zu “Heiraten und Verliebtheit

  1. Grüß Dich Liefner,

    wäre schön, wenn du neben dem Zitat die Thematik „Heiraten“ und „Verliebtheit“, selber noch kommentieren würdest.

    Verliebst du dich noch manchmal und tritt dieser Zustand seltener auf, wie zu deiner AFC Zeit?

  2. Dazu habe ich folgenden Gedanken:

    Verliebtsein ist das übertriebene und gebundene Genießen der Aufmerksamkeit des anderen. An sich nicht schlimm, doch schmerzhaft, wenn die Verbindung zu sich selbst verloren geht und versucht wird, diese Lücke mit einem anderen Menschen zu schließen.

    Liebe sehe ich als aktiven Prozess an. Als eine emotionale Handlung, die man tut, nicht hat oder besitzt. Lieben bedeutet für mich, sich selbst zu öffnen und etwas bedingungslos wertzuschätzen, zu bewundern und die sinnlichen Eindrücke zu genießen. Ohne Anhaftung und deshalb nur in der Gegenwart möglich.

    Alles was im Verstand passiert und mit gestern oder Morgen zu tun hat, ist keine Liebe mehr.

    Was denkst du darüber?

    • 1.
      Wenn ich etwas mit dem Wort „Liebe“ verbinde dann ist es vor allem die Liebe zum Leben mit all seinen Aufs und Abs etc und seiner Unklarheit.
      Liebe ist für mich eher ein Lebensgefühl als etwas, das man tut.

      2. Zudem sehe ich Verliebtsein weniger als einen Zustand der mit der Anwesenheit (Aufmerksamkeit) der anderen Person zu tun hat, sondern vielmehr mit ihrer Abwesenheit. Deswegen ist Verliebtheit für mich auch Illusion, bzw. hat sie wenig mit der Person zu tun, auf die sie gerichtet ist. Sie ist vielmehr auf das Nicht-Da-Sein dieser Person gerichtet.

      • 1. Dem würde ich nicht mal widersprechen🙂 ich sehe darin ebenfalls dieses Lebensgefühl von dem Du sprichst. Ich sehe es als Mischung zwischen einer Tat und dem daraus resultierenden (Lebens-) Gefühl. Für mich kommt erst das aktive Öffnen (eine innere Handlung) und dann das daraus resultierende Erleben und Fühlen.🙂 ohne Eigeninitiative entsteht bei mir entsteht diese Offenheit und das Gefühl der Liebe, Dankbarkeit, Wertschätzung und der Begeisterung nicht von selbst. Mag sein, dass es eine Frage des Status Quo States ist, aus dem ich mich noch bewusst heraus bewege, um mich dem bereits vorhandenen Gefühl zu öffnen.🙂

  3. Schopenhauer hat recht… auch wenn wir alles feingeistig und romantisch wahrnehmen (wollen ) uns alles schön reden und zurechtlegen so ist die Wirklichkeit sehr profan. .. wir sind Tiere. .. haben Sex, suchen Versorgung für unsere Kinder, wollen das unsere Gene sich verbreiten und sich durchsetzen .. alles mit dem unbewussten Ziel das überleben des Menschen zu sichern.

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