Werde Profi im Vergessen!

Stell dir folgende Situation vor:
Du hast ein Vorstellungsgespräch. Das Unternehmen und der Job: dein Traum.

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Image courtesy of Stuart Miles / FreeDigitalPhotos.net

Der Tag ist gekommen. Du bist aufgeregt, aber du hast dich sehr gut vorbereitet. Eigentlich kann dir nichts mehr im Wege stehen.
Der Job gehört dir. Du bist zwar ein bisschen erkältet, aber das bringt dich nicht um.
Du sitzt im Wartezimmer. Man sagt dir, dass das Gespräch sich noch um 10 Minuten hinauszögern wird. Diese Gelegenheit nutzt du, um nochmal auf die Toilette zu gehen. Alles, was raus will, kann nochmal raus. Du blickst in den Spiegel. Nicht nur, dass du perfekt vorbereitet bist, siehst
du auch noch klasse aus. Auf dem Weg zurück in den Warteraum putzt du dir nochmal die Nase. Besser jetzt als später während des Gesprächs.

Du wirst aufgerufen. Es ist soweit.

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Das Gespräch läuft gut. Du kannst zufrieden mit dir sein.

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Nach dem Gespräch gehst du nochmal auf Toilette. Du blickst wieder in den Spiegel.
YEA MAN ich bin der King.

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Aber Oh Gott WAS IST DAS?
Aus deiner Nase guckt ein kleiner Popel heraus. Sofort schießt dir die Röte ins Gesicht. Wie ist das denn passiert?
Bestimmt vorhin beim Naseputzen.
Du schämst dich in Grund und Boden. Das ganze Gespräch ist jetzt hinfällig. Mag sein, dass die Inhalte gut waren, aber 100% haben die Personaler
die ganze Zeit nur auf deinen Popel gestarrt, der fast 1 cm aus der Nase herausguckt. Und wer will schon einen Mitarbeiter, der es nicht mal
schafft seine Popel in seiner Nase zu behalten.

Du bist völlig am Boden und denkst den Rest des Tages nur noch über diesen Popel nach.
WARUM MUSSTE ICH MIR KURZ VOR DEM GESPRÄCH NOCH DIE NASE PUTZEN? Da muss das Unglück ja geschehen sein.

Eine Tragödie.
Da hat ein Mensch die Chance auf seinen Traumjob und dann guckt ein Popel aus seiner Nase heraus und alles ist vorbei.

Schon ein bisschen dumm gelaufen.
Aber dumme Dinge passieren halt.
Wir nennen ihn jetzt einfach mal Eckhard.
Eckhard hat die Chance auf seinen Traumjob und verpatzt sie auf wirklich dämlichste Art und Weise (wir wissen natürlich nicht, ob Eckhhard vielleicht doch noch eine Zusage bekommen hat).
Eckhard kann sich jetzt tagelang, monatelang, ach was sogar jahrelang darüber ärgern. Er kann immer wieder darüber nachdenken, was passiert wäre, wenn…
Eckhard könnte zig Theorien darüber aufstellen, wie sich die Vergangenheit weiterentwickelt hätte. Aber eines kann er nicht: Er kann sie nicht mehr verändern.
Der Popel hat nunmal aus der Nase geguckt und daran wird sich niemals mehr etwas ändern. Für alle Zeit wird das so bleiben. Auch in 100000 Jahren noch. Der Popel hatte damals, vor 100000 Jahren, immer noch aus Eckhards Nase herausgeguckt.
Eckhard steht also nur eine Verhaltensoption zur Verfügung: Den Mist zu akzeptieren und ihn zu vergessen.

Nichts ist mir früher schwieriger gefallen als dumme Geschehnisse oder Fehler meinerseits einfach mal SEIN ZU LASSEN und sie zu vergessen.
Ich bin Profi darin gewesen mir hunderte von Szenarien auszudenken, was geschehen wäre, wenn …

Hätte ich doch bloß mal schneller eskaliert bei Lisa und nicht bis zum 3. Date damit gewartet, dann HÄTTE ich sie gelayed. Hätte, hätte, hätte.
Klar, fast jedes „hätte“ kann eine kleine Erkenntnis mitbringen. Aber oftmals weiß man gar nicht, ob die Erkenntnis auch wirklich einer Wahrheit entspricht.
Es kann ja sein, dass ich bereits beim 1. Date bei Lisa eskaliert hätte und sie mir trotzdem eine Abfuhr gegeben hätte, dann hätte ich mir gedacht, dass es vielleicht besser gewesen wäre, hätte ich erst beim 2. Date eskaliert …

VERGESSEN.
Das ist das Zauberwort. Ich nehme es einfach so hin, dass das mit Lisa nichts mehr wird, und vergesse sie. Dazu kann ich ein paar Techniken verwenden:
1. Ich stoppe mich selbst, sobald ich anfange an Lisa oder an den Popel zu denken.
2. Ich lösche alles aus meinem Leben was mich an Lisa (Whatsapp, Facebook) oder an den Popel (wird schwerer) erinnert.
3. Ich suche nach Alternativen: also nach anderen Mädels oder nach anderen Jobs.
4. Ich muss mir am Ende des Tages darüber im Klaren sein: Die Welt ist unberechenbar und mit den Dingen, die sie mir zufügt kann ich entweder etwas anfangen oder ich muss sie akzeptieren und vergessen.

Willst du ein entspannteres Leben?
Dann werde Profi im Vergessen!

– liefner

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7 Gedanken zu “Werde Profi im Vergessen!

  1. Wobei es schon helfen würde ein wenig darüber nachzudenken/reflektieren.
    Beim nächsten Vorstellungsgespräch putzt er sich halt nicht mehr die Nase kurz vorm Gespräch.

  2. geil einer aus meiner arbeit ist mit einer in ner „festen beziehung“ und flext die net mal 1x die woche weg. er darf net hahaha

  3. Kleine Notiz am Rande: Frauen zu sagen, dass ich nix festes will und eher polygam lebe klappt nicht! Sie anzulügen und zu sagen ich will was festes klappt ziemlich gut. Wollen die meisten anscheinend hören….

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